Herbsturlaub im CenterParc am Bostalsee

Wohin kann man im November noch in den Urlaub fahren, wenn man nicht fliegen will?
Wir haben uns nach einigem Hin- und Herübergelegen für einen CenterParc entschieden und es war eine richtig gute Wahl. Um die Anfahrt so kurz wie möglich zu halten, haben ich den Park am Bostalsee im Saarland ausgesucht. Der ist nicht so alt wie so manch anderer Park in Holland und die Kritiken im Internet klangen recht vielversprechend.

Die Anreise war dann doch anstrengender als gedacht. Eigentlich sollte die Fahrt unter 2 Stunden dauern, aber wegen Dauerregen, Pausen, etc. haben wir aber doch lange gebraucht und waren erst gegen 17 Uhr im Park. Unser Haus war klein und kuschelig, mit Kamin, phantastischem Blick auf den See und die Kinder hatten ein eigenes Schlafzimmer. Die Beiden haben zusammen in einem großen Bett geschlafen und haben das sehr genossen.

An den ersten beiden Tagen war das Wetter furchtbar: kalt mit Dauerregen der zwischendrin auch mal in Schnee überging. Deswegen haben wir uns vor allem im Park bzw. innen im „Market Dome“ aufgehalten, die Kids haben auf dem Indoor-Spielplatz gespielt, wir haben die Gastronomie getestet, Kids Disco und Pferchen reiten mitgemacht, Minigolf gespielt etc., etc. – Möglichkeiten gab es zum Glück genug und das war ja auch die Idee an der Geschichte. Bei etwas besserem Wetter konnten wir dann auch mal raus zum Kinderbauernhof, der jedoch wenig Begeisterung ausgelöst hat, aber der Spaziergang am See war schön. Abends haben wir entweder an den Aktivitäten im Park-Zentrum teilgenommen (oder beobachtet) oder wir haben kuschelige Spieleabende im Haus veranstaltet.

Im weiteren Verlauf der Woche hatten wir dann auch ein paar Tage lang richtig tolles (wenn auch kaltes) Wetter. An einem Tag wollten wir eigentlich ins „Gondwana“ – ein Urzeit-/Dino-Museum, das an dem leider Tag geschlossen hatte. Stattdessen haben wir uns die ehemalige Zeche Reden angeschaut, eine tolle alte Industrieanlage, deren Gelände in einen „Erlebnisort“ umgebaut wurde, u.a. mit einem tollen Warmwassergang, den man durchlaufen kann. Außerdem haben wir an diesem Tag Steffens Beförderung zum Senior Manager mit einem tollen Mittagessen im Restaurant Felsenkeller (Name war Programm) gefeiert.

An zwei Tagen haben wir natürlich auch das zum CenterParcs gehörige Badeparadies ausgiebig genutzt. Die Kinder hatten einen Riesenspaß! Am Anfang waren beide noch etwas zurückhaltend und haben eher im flachen Wasser der Wasserspielplätze gespielt. Aber nach einiger Zeit hatten sowohl Linus als auch Helena eine Riesenfreude daran mit den Schwimmflügeln in den verschiedenen Warmwasserbecken rumzuschwimmen – Helena wollte hinterher nur noch „leine“ (alleine) schwimmen. Rutschen wollten die Kiddies noch nicht, das haben Steffen und ich dann jeweils „leine“ gemacht 🙂 Die Schwimmbadbesuche echt toll und haben sowohl uns Großen als auch den Kleinen prima gefallen – und wir haben uns fest vorgenommen auch zu Hause mal mit den Beiden schwimmen zu gehen.

Zum Ende der Woche war das Wetter dann nicht mehr so dolle. Im dicken Nebel haben wir uns die Burg (!) Lichtenberg in Thallichtenberg angeschaut und an unserem Abreisetag, dem Freitag, waren wir dann doch noch mal im Gondwana – ein wirklich tolles Prähistorie-Dino-Abenteuer-Land mit vielen, sehr real wirkenden Nachbauten von Landschaften und Dinos – für die Kinder fast ein bisschen zu gruselig, aber Steffen und ich waren sehr beeindruckt.

Ja, und danach haben wir uns dann auch schon wieder auf unser schönes großes, kuschelig warmes Haus gefreut, obwohl es wirklich eine sehr schöne, abwechslungsreiche aber auch entspannende Woche mit viel Zeit für uns war 🙂

2 Jahre – Happy Birthday Helena

Helena, ein Tag nach ihrer Geburt, am 25.06.2015

Helena am 24.06.2016 – der erste Geburtstag

Helena am Tag ihrer Geburtstagsfeier – 25.06.2017

 

Liebe Helena,

gerade warst Du noch ein kleines Baby, dass ganz viel auf dem Sofa geschlafen hat und das wir auf dem Arm herungetragen haben…und plötzlich bist Du ein kleines Mädchen im schicken Kleid, mit Faible für Taschen und Schuhe (und Nuller!) und strubbeligem Haar mit VoKuHiLa-Frisur! Wahnsinn wie die Zeit vergeht – zwei Jahre bist Du nun schon bei uns und bist aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken.

Bei Deiner U7 warst Du 88 cm groß und hast 11,8 kg gewogen. Du hast immer noch riiiiesige blaue Augen und dunkelblondes oder hellbraunes Haar – je nach Betrachter. Du hast eine Mimik, die Bände spricht, man sieht Dir z. B. sehr genau an, ob Dir etwas schmeckt oder nicht. Wenn Du lächelst, strahlst Du über das ganze Gesicht, Du kannst aber auch richtig böse dreinschauen oder einen Flunsch ziehen, wenn Dir etwas nicht passt.

Du liebst Bücher und setzt Dich tatsächlich alleine, ganz ruhig in Dein Zimmer und schaust Dir ein Buch nach dem anderen an. Wenn man mit Dir zusammen ein Buch anschaut, bist Du manchmal zu ungeduldig und willst schnell weiter blättern, man kann oft gerade den ersten Satz einer Seite vorlesen. Du bist aber auch sehr gerne draußen. Sobald wir erwägen rauszugehen, holst Du Deine Schuhe und möchtest sofort los. Du spielst gerne im Sandkasten und machst Eis und Linus verkauft es dann in seiner Eisdiele.

Linus und Du, Ihr seid sowie so ganz dicke miteinander. Wir hoffen sehr, dass das so bleibt. Ihr spielt Lego miteinander, baut Höhlen, schaut Bücher an oder malt zusammen. Natürlich knallt es auch mal ordentlich zwischen Euch und es gibt Tage, da wird fast nur gefetzt. Aber das wird seltener und ich habe das Gefühl, dass Ihr schon richtig schön miteinander spielen könnt.

Deinen Geburtstag haben wir – für uns ungewöhnlich – in sehr kleiner Runde gefeiert. Die Nachbarn waren verhindert, Ute war in Hersbruck, Omi & Opa konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen und Deine Freundinnen aus Babytagen Maja und Lotta waren krank. Und damit waren es nur Wilfried, Kathlen und Meiko und wir Vier. Schön war es aber trotzdem, es gab viele Erdbeeren und Erdbeerkuchen, weil Du die ja so liebst und tolle Mädchengeschenke: eine Tasche, neue Hausschuhe,  eine Sitztasche fürs Auto, aber auch ein Dreirad, einen CD-Player und jede Menge Bücher.

Auch in der Kita hast Du Deinen Geburtstag mit Erdbeer-Muffins gefeiert. Und ein paar Wochen später haben wir Deinen Geburtstag dann noch einmal mit den Nachbarn nachgefeiert, was auch ein sehr schöner Nachmittag war.

Auch wenn die Nächte manchmal immer noch anstregend sind, es Tage gibt, an denen immer einer heult und wir den Dialog „MEINE!!!“…“HE-LE-NAAAAAAA!!!“ 5.000x gehört haben: wir sind sehr froh, dass es Dich gibt und lieben Dich von ganzem Herzen,

Deine Eltern Su & Steffen

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Urlaub Teil 2 – zu Hause

Den zweiten Teil unseres Urlaubes haben wir zu Hause verbracht. Allerdings sind die Kiddies wieder in die Kita gegangen – hatten also streng genommen keinen Urlaub mehr. Aber Steffen und ich hatten Urlaub und haben uns dann auch sehr bemüht nicht nur Orga-Sachen abzuarbeiten, sondern auch etwas „Schönes“ zu unternehmen. Z. B. waren wir Bad Homburg (Steffen hatte in Vorstellungsgespräch, ich war bummeln/shoppen) und wir haben seehr feudal in einem Steakhaus gegessen – auf der Terrasse in der Sonne sitzend mit einem Aperol Spritz als Aperitif – sehr schön!

Mittwochs waren wir am Rhein in Treber laufen, eine ganz tolle Gegend mit super Aussicht (ohne Schwerindustrie und so 😉 Donnerstags haben wir dann eine Fahrradtour nach Büttelborn gemacht und haben mal wieder festgestellt wie schön es doch bei uns ist.

Richtung Wochenende hat Steffen dann der Ergeiz gepackt und wir haben den ersten Pflanzstreifen in unserem Garten angelegt. Klingt trivial, war aber dann doch etwas Arbeit: Abmessen – Rasen abstechen – Erde ausheben – neue (Blumen)erde holen (3x400l – hat Steffen im Twingo vom Kompostierhof geholt) – Erde einfüllen – Pflanzen kaufen – einpflanzen – Tropfschlauch legen – puh!

Am Sonntag waren wir auf dem Röderhof zum Hoffest und Pfingstmontag sind Ute und Wilfried zum Kaffee gekommen und wir haben noch einmal eine Spontan-Gardening-Session eingelegt, einen weiteren Pflanzstreifen angelegt (diesmal ein bisschen mehr hands on) und haben die mitgebrachten Kräuter eingepflanzt.

Tja, uns so gingen zwei sehr schöne Urlaubswochen zu Ende und der Wahnsinn hatte uns direkt wieder 🙂

Unsere Außenanlagen sind (fast) fertig

Nach fast 2-monatiger Arbeit mit Unterbrechungen, etlichen Feiertagen und kurzen Wochen, Krankheitsausfällen bei der Firma Spahn sowie diversen Pannen und Nachbesserungen weil „das kann nicht so bleiben“, haben die „Spahns“ gestern endlich „fertig gemacht“ – zumindest zu 98% würde ich mal sagen.

Wir haben jetzt eine Terrasse mit Terrassendach, einen Werkshof, einen Vorgarten und Pflanzstreifen (mit Erde), zwei Stellplätze, einen Zuweg zum Haus, einen Spritzschutz ums Haus, ein angeglichenes Gelände an West- und Ostseite und einen Zaun ums gesamte Grundstück. Außerdem können wir (theoretisch) in die Garage fahren, aus der Garage hinten auch wieder rausgehen und ohne Probleme zur Küchentür raus – juhuuu!

Jetzt kommt der nächste Teil der Arbeit: außen sauber machen und pflanzen!

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Urlaub 2017 Teil 1 – Mallorca

Nachdem wir – zumindest für mich gefühlt – schon eeewig nicht mehr im Urlaub waren, geht es dieses Jahr endlich wieder ans Meer: wir fliegen nach Mallorca. Relativ spontan haben wir Anfang des Jahres mit Schadendorfs beschlossen gemeinsam für eine Woche nach „Malle“ zu fliegen. Nach einiger Suche haben wir uns wieder für das Hotel Viva Sunrise in Alcudia entschieden da Ort und Hotel für Urlaub mit Kinder einfach top sind.

Nachdem Linus schon die ganze Woche die Tage bis zum Urlaub gezählt hat und es gar nicht mehr abwarten konnte, geht es am Freitag Morgen endlich los. Die Zeit vorher war natürlich wieder total stressig und alles war irgendwie „last minute“, aber letzendlich haben wir doch noch alles geschafft und gepackt und sitzen um 08:30 Uhr im Airliner zum Frankfurter Flughafen.

Um 15:00 Uhr sind wir endlich im Hotel, dass noch ziemlich genauso ist wie wir es in Erinnerung haben: viele Kinder, nah am Strand, großer Pool, schönes Appartement mit noch schönerem Bad, leider alles ein bisschen hellhörig. Das Essen ist noch mal um einiges besser geworden, mittlerweile gibt es sowohl morgens als auch abends Riesenbuffets mit allem was das Erwachsenen- und Kinderherz begehrt.

Die ersten zwei Tage sind noch ein wenig kühl, aber die Kinder wollen trotzdem in den Hotel-Pool und haben einen Riesenspaß beim Plantschen. Samstags kommt dann auch Amelie mit Eltern an, zwar total fertig und krank, aber Linus freut sich riesig. Und dann ist unser Tagesablauf eigentlich – mit geringen Variationen – immer ähnlich: morgens Frühstück, dann Pool, Mittagsschlaf, Strand, frisch machen, Abendessen, Minidisco, Erwachsenen-Unterhaltung, Bett. An einem Tag schauen wir uns Alcudia Altstadt an – ist aber nix für die Kinder (bis auf das Riesen-Eis das wir essen) und an einem Nachmittag machen wir mit einem 7er-„Fahrrad“ eine Tour von zwei Stunden durch die Walachei von Alcudia, haben aber sehr viel Spaß dabei. Ab Montag ist es dann auch ziemlich warm, so dass die Kinder ihre Pool- und Strandspielereien voll genießen können. Ins Meer gehen wir alle aber erst am letzten Tag an dem wir ab Mittags noch einmal einen richtig langen Strandtag einlegen, so mit Essen an der Strandbude, Burg bauen, im Wasser toben und allem drum und dran

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Die Kinderbetreuung, Mini-Disco, etc. haben zumindest unsere Kinder überhaupt nicht genutzt. Daher können wir zusammenfassend sagen: sehr schöner Urlaub, aber eine Woche hat wegen der wenigen Abwechslung vollkommen gereicht und Club-Urlaub ist eigentlich auch nix für uns (insb. Animation, Mini-Disco und All Inclusive). Daher haben wir uns schon wieder sehr auf zu Hause gefreut und auf den Urlaub Teil II 🙂

 

„Attung“- Helena spricht…

Helena hat sich ja schon ein bisschen Zeit gelassen mit dem Sprechen. Nachdem sie mit dem Wort „heiss“ vor fast einem Dreiviertel Jahr angefangen hat, hat sich erst einmal seeeehr lange nichts getan. Was aber irgendwie auch nicht schlimm war, weil sie alles verstanden hat und man schon den Eindruck hatte, dass man mit ihr reden kann. Die Antworten waren halt nicht so vielfältig, aber „ja“ und „nei“ konnte sie sagen und das reicht ja meistens schon.

Jetzt legt sie aber langam los, teilweise auch mit Zwei-Wort-Sätzen wie: „Eya Papa“ (wenn der Papa einfach mal die Apfelsaftschorle austrinkt), „Mama Arm“ und ganz wichtig: „Meine Nuller“. Sie benennt aber auch schon Körperteile, allen voran die „Nase“ („Mama Nase…Papa Nase“), sagt „Wasser“, wenn sie was trinken möchte, „Kaka“ wenn die Windel voll ist, „Ball“ zu Luftballon/Ball, „Tasse“ zu Tasche und „Wauwau“ zu allen Tieren – allen voran dem berühmten Flug-Wauwau.

„Meine meine“ war eine ganze Weile eine sehr wichtige Aussage (auch wenn sie zum Teil nicht zutraf), die sie auch dringend brauchte um sich gegen den großen Bruder zur Wehr zu setzen. „Meine“ wurde nun aber zugunsten von „Auch“ depriorisiert mit dem angezeigt wird, dass Helena auch alles das will was Linus oder andere haben.

Ansonsten spricht sie vieles nach. Für Linus ein tolles Spiel ist: „Helena sag mal…“, aber auch da zeigt Helena ihren eigenen Kopf, denn nach zwei Runden ist meistens Schluss, dann mag sie nicht mehr. Gelegentlich wird unsere Sprache mit Helenas eigener Sprache gemischt, dann kommen 2-3 Worte die man so kennt und weiter geht es dann in einer Sprache die leider nur sie verstehtl.

Na ja, wir sind auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht mit Helenas Sprachkünsten…

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Time flies…die Schule ruft!

Wir stellen in letzter Zeit immer häufiger fest wie sehr die Zeit doch verfliegt. Der Alltag ist voll mit Arbeiten, Orga, Haus und allem möglichen, so dass Tage, Wochen, Monate nur so dahinzufliegen scheinen…und meistens ist es uns gar nicht so bewusst wie schnell die Zeit vergeht.

Aber manchmal gibt es Ereignisse, die einen aus diesem Strom reißen und da wird dann plötzlich klar wie schnell doch die Jahre vergehen. Für mich war ein solches Ereignis die Erkenntnis, dass wir Linus dieses Jahr für die Schule anmelden müssen, wenn er nächstes Jahr im Sommer eingeschult werden soll.

Mein kleiner Junge, der noch vor gar nicht so langer Zeit ein Baby war soll jetzt einen Termin in der Schule haben?? Ich war echt geschockt. Aber nun, so sind die Anmeldeprozesse und die muss man halt durchlaufen. Wir sind also gespannt: am 21.03. ist der Termin in der Schillerschule in Griesheim, „natürlich“ mit Linus und da wird dann geschaut ob er nächstes Jahr in die Schule gehen kann/darf/soll…ein neues Kapitel bahnt sich an…

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Miss Sweetness

Helena ist mittlerweile ein richtiges kleines Mädchen. Mit all den Facetten, die das so hat. Im Gegensatz zu Linus interessiert sie sich zum Beispiel für die Kleidung die sie trägt, hat schon Lieblingsteile, möchte mal diese Jacke anziehen oder mal jene nicht. Mal ist Mütze toll (und sich damit im Spiegel angucken natürlich), oft aber auch doof (da ist sie sich dann wieder mit Linus einig). Letzte Woche hat sie eine neue Jacke für den Frühling bekommen. Darauf war sie so stolz, die Jacke wurde bei jeder Gelegenheit angezogen und auch beim Essen nicht mehr ausgezogen.

 

Helena kann unheimlich süß sein, schelmt rum und shakert auch schon mit einem. Manchmal lächelt sie verschmitzt oder runzelt krititsch die Stirn, wenn ihr etwas nicht passt.

Die Steigerung davon ist dann ein Wutanfall, der es durchaus in sich hat. Wenn Linus seine Schwester mal wieder zuviel getrietzt hat, bekommt er das auch zu spüren. Da wird dann energisch zurück gebrüllt und gelegentlich auch zugelangt.

Kurz danach kann sie aber wieder ganz schmusig und anhänglich sein und kuschelt sich an den großen Bruder oder möchte ihn drücken. Ganz Frau halt mit allen Ambivalenzen die so gibt 🙂

Veröffentlicht unter Helena

Freud und Leid des Mutter-Seins

Den folgenden Beitrag hatte ich angefangen zu schreiben als Linus 6 Monate alt war. Eigentlich sollte es sein 6-Monats-Brief werden, aber irgendwie scheint mich damals etwas anderes beschäftigt zu haben, was ich mit dem zeitlichen Abstand natürlich nicht mehr so genau weiß. Aber dennoch gibt es diese Momente natürlich nach wie vor, daher wollte ich den Text nicht in den Papierkorb verschieben, sondern hebe ihn auf. Ich habe damals geschrieben:

Ein halbes Jahr bist Du schon alt, es ist wirklich Wahnsinn wie die Zeit vergeht. An dieser Stelle möchte ich einmal nicht den üblichen Report über Neuerungen und Entwicklungen abliefern. Vielmehr möchte ich zurückblicken auf das letzte halbe Jahr und die Veränderungen die es so gebracht hat bzw. Du die mitgebracht hast 🙂

Lieber Linus, Du hast unser Leben ganz schön verändert. Aber doch nicht so radikal wie ich es mir vorgestellt habe. Letztendlich sind wir die gleichen Menschen geblieben, wir haben nur neue Seiten an uns entdeckt. Ich habe noch nie einen Menschen so schnell so dermaßen in mein Herz geschlossen wie Dich, eher noch – Du bist ein Teil meines Herzens geworden. Wenn ich Dich beobachte könnte ich Dich manchmal nehmen und ganz fest knuddeln. Da mache ich auch oft genug, aber ich könnte es noch öfter machen. 

Manchmal überkommen mich aber auch schlimme Gedanken, was wäre wenn Dir was passieren würde, Du morgen nicht mehr aufwachen würdest, jemand Dich mir wegnehmen würde, etc. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie schlimm das wäre. Deswegen versuche ich so etwas auch nicht zu denken. Dementsprechend kann ich auch keine Filme mehr über Kindesentführungen, -misshandlungen und ähnlichem schauen.

[18.04.2013]

Tja, wie gesagt, auch heute gibt es diese Momente, dass ich ein Kind oder beide knuddeln und drücken möchte, weil ich sie so liebe. Und dann die anderen, die Schreckens-Momente, wenn wir unterwegs sind und Linus plötzlich verschwunden scheint. Oder die Nächte in denen mir plötzlich die schlimmen Gedanken kommen „Was wäre wenn…“ Aber gut, das gehört zum Leben dazu, ich hoffe inständig, dass wir ein solches Schicksal nicht erleben müssen und immer oder zumindest meistens mit Freude auf unsere Kinder schauen können.