…denn so alt bist Du heute geworden, Linus. Und es hat sich viel getan. Du krabbelst schon, verfällst allerdings noch teilweise ins Robben. Außerdem kannst Du jetzt auch sitzen, dass hast Du ganz schnell innerhalb von ein paar Tagen gelernt. Manchmal fällst Du noch um, aber Du hast Dir jetzt eine Sitzposition erarbeitet, in der Du recht stabil sitzen kannst.
Daher haben wir Dir nun auch endlich das Hochstühlchen besorgt, das Du ja schon zu Weihnachten von Ute und Wilfried geschenkt bekommen hast – den Herlag Tipp Topp III. Ein sehr schönes Teil und er scheint Dir auch gut zu gefallen – da macht das Essen direkt viel mehr Spaß.
Essenstechnisch bist Du jetzt bei drei Brei-Mahlzeiten pro Tag, das klappt mal mehr mal weniger gut. Aber das ist wahrscheinlich wie bei uns „Großen“ auch – mal hat man mehr Appetit auf etwas, mal weniger.
Außerdem haben wir den Kinderwagen zum Buggy umgebaut und jetzt trohnst Du auch darin wie ein kleiner Prinz bei Deinen Ausfahrten und kannst ganz frei die Aussicht genießen. Nur Sichtkontakt mit Mama und Papa gibt es leider nicht mehr.
Die letzten drei Wochen waren insgesamt ganz schön anstrengend für uns Drei. Du hast es nicht so gerne, wenn man Dich alleine lässt und möchtest am liebsten immer überall dabei sein. Durch die neue Mobilität passieren auch schon einmal kleinere Unfälle – sei es Umkippen im Sitzen oder unglückliche Stürze aufs Gesicht, das tut weh und erschreckt Dich auch ganz schön, klar dass dann Tränen fließen. Außerdem bist Du neugierig wie eh und je und erkundest jetzt die ganze Wohnung – endlich kannst Du mal dahin krabbeln, wo Du schon immer hin wolltest und die Dinge erkunden, die Du schon immer mal anfassen und in den Mund stecken wolltest – die Pflanzen, Stuhlbeine, Türstopper, etc. etc. Natürlich sind wir da nicht immer begeistert von. Denn auch alles Technische mit Kabeln und Schaltern ist wahnsinnig spannend – da musst Du unbedingt dran ziehen und verstehst gar nicht warum wir dann schimpfen. Dabei haben wir die Wohnung schon weitestgehend „kindersicher“ gemacht – also die Steckdosen gesichert, die Pflanzen soweit wie möglich außer Reichweite gestellt und ein Gittertürchen an der Kinderzimmertür angebracht, denn das Kinderzimmer ist absolut „kindersicher“. Die Idee war, dass Du Dich da mal aufhalten kannst, wenn wir was in der Wohnung erledigen müssen, z. B. Kochen, etc. Aber so richtig gefallen tut es Dir nicht alleine in Deinem Zimmer, lieber hast Du es, wenn einer von uns bei Dir sitzt. Wir müssen nicht unbedingt mit Dir spielen, nur möglichst immer in der Nähe sein.
Trotzdem ist es schön mit Dir und wir haben Dich ganz doll lieb!
Deine Eltern Su & Steffen