Am Wochenende haben wir nun die letzten Sachen im Kinderzimmer angebracht – weniger die notwendigen als eher die dekorativen Elemente wie Regale, Gardinen, Bild, etc.
Und jetzt sieht das Zimmer tatsächlich aus wie ein Kinderzimmer…:-)
Bisher kann ich mich ja nicht wirklich beschweren – die Schwangerschaft ist bis auf die Nierengeschichte wirklich gut verlaufen. Mir war kaum schlecht, ich kann alles essen (was ich denn essen durfte ;-)), habe keine komischen Gelüste oder Ekel-Gefühle und bin auch weitestgehend fit. Das einzige, das mich wirklich nervt ist die Schlaflosigkeit. Die quält mich eigentlich schon seit meiner Nierengeschichte in der 25. Woche, wird aber irgendwie nicht besser sondern eher schlimmer.
Ich vermute eine Mischung aus psychischen und physischen Gründen: ich kann und darf nicht mehr so liegen wie ich möchte: möglichst nicht auf dem Rücken (was ich zum entspannen immer sehr gut finde) und auch nicht auf der rechten Seite, was immer meine Einschlummer-Seite war. Und dann haben wir den Salat, ich kann nicht mehr einschlafen. Und wenn ich doch einschlafen kann, wache ich nach 2 Stunden auf und kann dann nicht mehr einschlafen.
Dazu kommen dann noch die derzeitigen Tropen-Temperaturen, das macht es nicht einfacher. Und so wälze ich mich durch die Nächte, liege mit einem schlechten Gewissen doch auf der rechten Seite, weil es irgendwann auf der linken auch nicht mehr geht und mir Hüfte, Bein, Knie, Ohr und was weiß ich noch weh tun…Außerdem wecke ich mit meinem Gezappel und Geraschel natürlich auch Steffen, deswegen habe ich dann auch ein schlechtes Gewissen, aber was soll ich machen?
Ach ja, jammer, jammer, aber das muss auch mal sein…Wer weiß vielleicht ist das als Einstimmung für die Zeit nach der Geburt gedacht: schlimmer kann das ja eigentlich vom Schlafentzug auch nicht mehr sein…
Die letzten Wochen war das Wetter im großen und ganzen perfekt: meistens Sonnenschein und nicht zu heiß so das ich meine Mutterschutzzeit bisher prima auf dem Balkon unserer neuen Wohnung genießen konnte. Seit Ende letzter Woche ist es allerdings über 30 und sogar über 35 Grad heiß und in den letzten beiden Tagen auch noch ziemlich schwül, so dass es doch langsam anstrengend wird. Gestern wusste ich schon kaum was mit mir anzufangen und gerade sitze ich zwar auf dem Balkon, habe aber die Füße in einem Eimer mit kaltem Wasser. Na ja mal sehen, heute Nacht soll angeblich das erlösende Gewitter kommen und morgen sollen es nur noch 26 Grad werden.
Letzten Freitag haben Steffens Eltern und Susi die Familienwiege oder eher -stubenwagen vorbeigebracht.
Jetzt hat unser Kleiner sogar zwei Bettchen – was für ein Luxus. Aber sehr praktisch. So haben wir ein Bettchen, dass wir in unser Schlafzimmer stellen können – und bei Bedarf auch mal ins Wohnzimmer oder so. Das hätten wir mit dem Kinderbett nicht machen können – das ist dafür ja geringfügig zu groß.
Am Wochenende haben und Steffen und ich unseren Crash-Kurs Geburtsvorbereitung in Frankfurt gemacht. Leider gab es in Darmstadt keine freien Plätze mehr und ich war ja froh, überhaupt noch einen Kurs gefunden zu haben, an dem wir vor dem errechneten Geburtstermin noch teilnehmen können.
Und so waren wir dann an einem wunderschönen Wochenende mit strahlendem Sonnenschein jeweils Samstag und Sonntag von 09:30 bis 15:30 Uhr im „Frauenloft“ zur Geburtsvorbereitung. Aber ich muss sagen: es hat sich gelohnt (auch das frühe Aufstehen ;-). Die Hebamme hat es geschafft alle wesentlichen Fragen zum Thema Geburt in den zwei Tagen zu behandeln und auch immer ganz gut auf die Rolle des werdenden Vaters bei der Geburt einzugehen. Das war natürlich entsprechend auch für Steffen hilfreich, hinterlässt bei mir aber auch ein wesentlich besseres Gefühl, da ich jetzt den Eindruck habe wir haben beide zumindest eine grobe Ahnung was da so auf uns zukommt.
Respekt habe ich natürlich nach wie vor und so richtig vorstellen kann ich mir weder die Geburt noch die Zeit danach so wirklich, aber vielleicht ist es auch besser, das Ganze auf sich zukommen zu lassen. Die Theorie kennen wir jetzt und wie es in der Praxis wird, werden wir dann sehen 😉
Dieses Wochenende hat sich die Ausstattung unseres Nachwuchses rasant verbessert. Zum einen ist der Kinderwagen gekommen, den wir am Samstag bei Segmüller abgeholt haben.

Bei der Gelegenheit haben wir dann direkt auch einen Autositz von MaxiCosi gekauft – und mal wieder über die Preise für den ganzen Baby-Kram gestaunt. Das ein MaxiCosi über 100 EUR und teilweise fast 200 EUR kosten kann war mir schon klar, ich hatte ja bereits im Internet mal nach den Dingern geschaut. Dass man dann aber eigentlich noch eine Station für über 130 EUR braucht um das Ding nicht mit dem Gurt im Auto zu befestigen zu müssen fanden wir beide Wahnsinn. Wir versuchen jetzt erst mal die Gurtvariante, das Teil kann man ja immer noch kaufen, wenn das zu sehr nervt.
Darüber hinaus ist auch das bestellte Kinderbett gekommen, dass Steffen dann am Sonntag aufgebaut hat.
Also muss der Kleine jetzt schon mal nicht in der Schublade schlafen und kann umfänglich fortbewegt werden :-).