Time flies…die Schule ruft!

Wir stellen in letzter Zeit immer häufiger fest wie sehr die Zeit doch verfliegt. Der Alltag ist voll mit Arbeiten, Orga, Haus und allem möglichen, so dass Tage, Wochen, Monate nur so dahinzufliegen scheinen…und meistens ist es uns gar nicht so bewusst wie schnell die Zeit vergeht.

Aber manchmal gibt es Ereignisse, die einen aus diesem Strom reißen und da wird dann plötzlich klar wie schnell doch die Jahre vergehen. Für mich war ein solches Ereignis die Erkenntnis, dass wir Linus dieses Jahr für die Schule anmelden müssen, wenn er nächstes Jahr im Sommer eingeschult werden soll.

Mein kleiner Junge, der noch vor gar nicht so langer Zeit ein Baby war soll jetzt einen Termin in der Schule haben?? Ich war echt geschockt. Aber nun, so sind die Anmeldeprozesse und die muss man halt durchlaufen. Wir sind also gespannt: am 21.03. ist der Termin in der Schillerschule in Griesheim, „natürlich“ mit Linus und da wird dann geschaut ob er nächstes Jahr in die Schule gehen kann/darf/soll…ein neues Kapitel bahnt sich an…

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Miss Sweetness

Helena ist mittlerweile ein richtiges kleines Mädchen. Mit all den Facetten, die das so hat. Im Gegensatz zu Linus interessiert sie sich zum Beispiel für die Kleidung die sie trägt, hat schon Lieblingsteile, möchte mal diese Jacke anziehen oder mal jene nicht. Mal ist Mütze toll (und sich damit im Spiegel angucken natürlich), oft aber auch doof (da ist sie sich dann wieder mit Linus einig). Letzte Woche hat sie eine neue Jacke für den Frühling bekommen. Darauf war sie so stolz, die Jacke wurde bei jeder Gelegenheit angezogen und auch beim Essen nicht mehr ausgezogen.

 

Helena kann unheimlich süß sein, schelmt rum und shakert auch schon mit einem. Manchmal lächelt sie verschmitzt oder runzelt krititsch die Stirn, wenn ihr etwas nicht passt.

Die Steigerung davon ist dann ein Wutanfall, der es durchaus in sich hat. Wenn Linus seine Schwester mal wieder zuviel getrietzt hat, bekommt er das auch zu spüren. Da wird dann energisch zurück gebrüllt und gelegentlich auch zugelangt.

Kurz danach kann sie aber wieder ganz schmusig und anhänglich sein und kuschelt sich an den großen Bruder oder möchte ihn drücken. Ganz Frau halt mit allen Ambivalenzen die so gibt 🙂

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Freud und Leid des Mutter-Seins

Den folgenden Beitrag hatte ich angefangen zu schreiben als Linus 6 Monate alt war. Eigentlich sollte es sein 6-Monats-Brief werden, aber irgendwie scheint mich damals etwas anderes beschäftigt zu haben, was ich mit dem zeitlichen Abstand natürlich nicht mehr so genau weiß. Aber dennoch gibt es diese Momente natürlich nach wie vor, daher wollte ich den Text nicht in den Papierkorb verschieben, sondern hebe ihn auf. Ich habe damals geschrieben:

Ein halbes Jahr bist Du schon alt, es ist wirklich Wahnsinn wie die Zeit vergeht. An dieser Stelle möchte ich einmal nicht den üblichen Report über Neuerungen und Entwicklungen abliefern. Vielmehr möchte ich zurückblicken auf das letzte halbe Jahr und die Veränderungen die es so gebracht hat bzw. Du die mitgebracht hast 🙂

Lieber Linus, Du hast unser Leben ganz schön verändert. Aber doch nicht so radikal wie ich es mir vorgestellt habe. Letztendlich sind wir die gleichen Menschen geblieben, wir haben nur neue Seiten an uns entdeckt. Ich habe noch nie einen Menschen so schnell so dermaßen in mein Herz geschlossen wie Dich, eher noch – Du bist ein Teil meines Herzens geworden. Wenn ich Dich beobachte könnte ich Dich manchmal nehmen und ganz fest knuddeln. Da mache ich auch oft genug, aber ich könnte es noch öfter machen. 

Manchmal überkommen mich aber auch schlimme Gedanken, was wäre wenn Dir was passieren würde, Du morgen nicht mehr aufwachen würdest, jemand Dich mir wegnehmen würde, etc. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie schlimm das wäre. Deswegen versuche ich so etwas auch nicht zu denken. Dementsprechend kann ich auch keine Filme mehr über Kindesentführungen, -misshandlungen und ähnlichem schauen.

[18.04.2013]

Tja, wie gesagt, auch heute gibt es diese Momente, dass ich ein Kind oder beide knuddeln und drücken möchte, weil ich sie so liebe. Und dann die anderen, die Schreckens-Momente, wenn wir unterwegs sind und Linus plötzlich verschwunden scheint. Oder die Nächte in denen mir plötzlich die schlimmen Gedanken kommen „Was wäre wenn…“ Aber gut, das gehört zum Leben dazu, ich hoffe inständig, dass wir ein solches Schicksal nicht erleben müssen und immer oder zumindest meistens mit Freude auf unsere Kinder schauen können.