Sie ist da, die Helena!

Am Mittwoch, den 24.06. ist unser Familienzuwachs Helena Sophie um 12:40 Uhr mit einem Gewicht von 3.270 Gramm und einer Größe von 50 cm zur Welt gekommen. Ein wenig überraschend kam sie, die kleine Maus. Denn ausgerechnet war sie für den 04. Juli. Anders als ihr Bruder, der ja gemütliche zwei Wochen zu spät kam, ist Helena also 10 Tage zu früh auf die Welt gekommen.

Aber so ganz ihre Schuld war das nicht – die blöde Fruchtblase ist geplatzt und das schon am Sonntag, den 21.06. um 05.00 Uhr früh. Allerdings ohne Wehen oder sonstige Geburtsaktivitäten – im Gegenteil. Die Kleine lag mit dem Kopf noch nicht mal tief genug im Becken weswegen ich liegend im Krankenwagen ins Alice Hospital gebracht werden musste – was mir ein wenig peinlich war, vom Gefühl her hätte ich hinlaufen können! Ich habe sogar eine ganze Zeit lang überlegt, ob das jetzt wirklich ein Blasensprung war, oder ob ich mich einfach wieder hinlegen und das ganze einfach ignorieren soll. Sicherheitshalber habe ich dann doch mal im Kreissaal angerufen und die Hebamme war der Meinung ich sollte doch mal vorbeikommen und das halt im Rettungswagen – naa gut.

Tja, leider hatte ich auch später im Krankenhaus noch keine Wehen. Daher kam ich an den Wehentropf – sehr unangenehm. Da hatte ich auch Wehen, aber die waren sofort vorbei nachdem der Tropf wieder ab war. 5 Stunden umsonst gelitten – damit war klar das Helena wohl kein Sommersonnenwendenkind werden würde. Leider durfte ich auch nicht aufstehen – also so gar nicht, noch nicht mal aufs Klo – was sehr unangenehm war und ziemlich an meiner Würde gekratzt hat.

Montag und Dienstag wurde dann versucht mittels Einleiten Wehen zu erzeugen – leider auch kein Erfolg. Wenigstens durfte ich ab Montag nachmittag aufstehen, weil die Kleine dann doch mit ihrem Kopf tief genug ins Becken gerutscht war – immerhin ein Fortschritt. Steffen und ich sind dann auch fleißig spazieren gegangen – leider alles nur mit minimalem Erfolg. Aber wenigstens ging es mir einigermaßen gut. Zwar musste ich alle 2-3 Stunden in den Kreissaal zum CTG, alle 8 Stunden bekam ich eine Infusion mit Antibiotika um Infektionen vorzubeugen und jeden Tag wurden meine Blutwerte überprüft.

Am Mittwoch war ich dann schon ein wenig verzweifelt und hatte auch nicht mehr viel Zuversicht, dass das auf natürlichem Wege noch was wird. Aber Steffen war gut drauf und verkündete fröhlich: „Heute ist ein guter Tag!“. Na, wenn er das sagt – und recht hat er behalten 😉 Wieder im Kreissaal wurde mir dann wieder der Wehentropf angelegt. Zudem hatte Fr. Klaß, meine Hebamme für die Nachsorge gerade Schicht. Und ja, nach einer halben Stunde hatte ich dann Wehen – aber Hallo! Daher wurde ich dann vom Wehentropf befreit und siehe da – die Wehen blieben. Steffen hat sich gefreut: „Juhu, sie hat Schmerzen!“ Irgendwann sagte meine Hebamme dann, „sie hätte noch bis 15 Uhr Schicht, vielleicht schaffen wir das ja“. Wir haben es geschafft! Um 12:40 Uhr war Helena dann nach kurzer aber heftiger Geburtsphase da. Diesmal ohne PDA war ich nach der Entbindung nicht ganz so komplett schmerzfrei wie bei Linus, aber es ging mir trotzdem prima!

Zum Glück mussten wir diesmal auch nicht in die Kinderklinik. Zwar gingen Helenas Entzündungswerte zwischenzeitlich mal hoch, aber sie hat es mit viel Trinken und Schlafen selbst geschafft, so dass keine Behandlung notwendig war und wir Samstag zusammen nach Hause zu unseren Männern konnten.

Tja, und jetzt sind wir 4 und freuen uns sehr über unseren Familienzuwachs und ich mich besonders über die weibliche Verstärkung im Haus!

 

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Es wird einmal ein Haus…

Mit dem näherrückenden Geburtstermin und der damit einhergehenden Erkenntnis das unsere 4-Zimmer-Wohnung doch nicht 4-Mann/Frau-tauglich ist und vor allem nachdem sich die Nachbarn unter uns über Linus lautes Getrampel um 09:30 Uhr am Samstag Morgen beschwert haben, haben wir uns dann doch mal wieder nach familientauglichen Häusern umgeschaut.

Irgendwann ist dann auch mir klar geworden: es gibt einfach nix. Und ja, eine Gegend wo nicht nur geräuschempfindliche „Best Ager“ wohnen, sondern möglichst viele Familien mit Kindern wäre schon klasse. Also doch Neubaugebiet. Gut, aber dann bitte bauen lassen, fix und schlüsselfertig und ohne viel Involvement unsererseits.

Tja, hat auch nicht funktioniert. Über einige Umwege haben wir dann auch Reihen- und Doppelhäuser für uns ad acta gelegt und haben schließlich ein schönes Grundstück in Griesheim gefunden. Lage, Schnitt, Baufenster, Größe – alles wirkte perfekt. Angeboten wurde dazu ein Haus eines Generalunternehmers das uns vom Grundriss und der Größe auch direkt gefiel.

Aber der erste Termin zeigte schon: das geht gar nicht. Mich hat der Typ (Generalunternehmer) dermaßen auf die Palme gebracht – können auch die Schwangerschaftshormone gewesen sein, aber ich dachte während des Gesprächs wirklich mehrfach das ich gleich ausflippe. Das ganze Spiel hat sich dann noch ein bisschen hingezogen und wir wollten ja auch das Grundstück haben. Das uns übrigens auch ein ganz entzückender Makler vermittelt hat. Genauso eine Flasche wie der Generalunternehmer. Aber gut, erst einmal waren wir auf beide angewiesen und haben schließlich das Grundstück gekauft und bei „Syc Consult“ einen Planungsvertrag unterschreiben.

Diesen haben wir dann nach ein paar weiteren Versuchen mit diesem Menschen klar zu kommen wieder gelöst und haben uns auf die Suche nach anderen Bauunternehmen gemacht.

Nachdem wir zig Unternehmen angeschrieben und die meisten sehr schnell wieder verworfen haben, sehr lange mit Weton gesprochen und geplant haben, haben wir uns schließlich für einen Baumeister-Partnerunternehmen entschieden. Und bisher fühlt sich die Entscheidung gut an!

 

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