Kommenden Montag ist Linus 1 Monat alt!

Schwerer Fehler über den ich mir vorher auch noch keine Gedanken gemacht habe: Am kommenden Montag ist Linus 4 Wochen alt und erst am Mittwoch einen Monat – Danke, Su!

Vermischte Bilder der letzten Wochen:

Plötzlich Familie!

Die ersten 2 Wochen mit Linus zu Hause liegen nun hinter uns und ich denke so langsam gewöhnen wir uns daran nicht mehr zu zweit, sondern eine kleine Familie zu sein. Der kleine Linus hält uns allerdings ganz schön auf Trab und wir haben auch schon so einige Pannen hinter uns.

Vor allem in Sachen Wickeln kann da ja so allerlei passieren, Windeln können auslaufen, Klein Linus lässt noch mal laufen, wenn er entblättert und bereits gesäubert auf der Wickelkommode liegt oder gerade frisch gewickelt und wieder angezogen geht dann das große Geschäft knatternd in die neue Windel…aber das kennt vermutlich jeder der Kinder hat.

Im Moment ist gerade ganz groß HUNGER angesagt. HUNGER in Großbuchstaben, weil der innerhalb von Sekunden so existenzbedrohend sein kann, dass lautes Wutgebrüll losgelassen wird wenn die Mama mal nicht schnell genug die Brust parat hat oder es mit dem Trinken nicht auf Anhieb klappt. Aber wir sind ja froh das so ein großer Hunger da ist, denn bis jetzt hat der Kleine nicht zugenommen. Das wird sich jetzt hoffentlich durch diese Fressattacken ändern, diese Woche hatte er auf jeden Fall schon mal 300 Gramm mehr als letzte Woche Freitag. Aber vor allem Abends wird der HUNGER dann doch zur Geduldsprobe, da er dann unersättlich zu sein scheint, so dass wir jetzt schon überlegt haben, ob wir abends ein Fläschchen Pre-Nahrung zufüttern, mal sehen, eigentlich möchte ich das vermeiden und würde gerne versuchen weiterhin ausschließlich zu stillen.

Dementsprechend ist in den letzten Tagen auch das Einschlafen abends nicht mehr ganz so leicht wie noch letzte Woche. Aber es klappt immer noch ganz gut und nachts ist auch nur zwei mal stillen notwendig, was noch geht wie ich finde.

Das klingt jetzt alles anstrengend und ist es auch. Beschweren kann man sich ja immer leicht und schnell. Aber kaum in Worte fassen kann man die vielen tollen Momente mit dem eigenen kleinen Sohn. Sei es wenn man den Kleinen auf den Arm hat und er einen hingebungsvoll anschaut oder wenn er friedlich in seinem Bettchen oder im Kinderwagen schläft. Die kleinen Hände, die ständig in Bewegung sind wenn er wach ist und die es auch gar nicht mögen „weggepuckt“, sprich eingewickelt zu werden. Da hört man dann leises meckern und ächzen, bei dem Versuch die Händchen wieder frei zu legen. Und natürlich die Dirigenten-Bewegungen mit denen Erschrecken oder auch Wohlbehagen ausgedrückt werden. Oder die jetzt schon markanten Mehrfach-Nieser, die sich Meyer-seitig vererbt haben und die teilweise mit einem total süßem Seufzer abschließen. Und dieses wohlige Strecken und Räkeln nach dem Stillen, oder überhaupt ist es wirklich süß Linus beim Aufwachen und auch beim Einschlafen – vor allem wenn er sich mühsam gegen den Schlaf wehrt – zu beobachten. Und, und, und…ich könnte sicherlich noch ewig so weitermachen…wenn mein Sohn diese Zeilen mal später lesen sollte, wie es eigentlich vorgesehen ist, wird er sich sicherlich schämen und mich mit einem vorwurfsvollen „Mama, wie peinlich!“ rügen. Aber andere Eltern erzählen irgendwie immer nur von Schlafentzug und Schreiattacken und ich wollte auch mal ein bisschen was von den schönen Seiten festhalten, bevor das im Alltag untergeht oder in ein paar Monaten schon wieder vergessen ist.

 

Harter Tag

Heute war ein harter Tag. Ab ca. 14:00 bis 20:00 sind wir überhaupt nicht mehr zur Ruhe gekommen. Linus hat geschrien was das Zeug hält und Su hat gleichermaßen mitgeheult.

Nach nicht mal drei Tagen zu Hause waren wir heute mit unserem Latein am Ende und ich kurz davor mit dem Kleinen wieder ins Krankenhaus zu fahren. Wir sind uns keiner Schuld bewusst und haben wirklich alles probiert was die Kleinen angeblich beruhigen soll. Schließlich haben wir aufgegeben, den kleinen Schreihals in den Kinderwagen gepackt und einen Spaziergang an der Straße entlang gemacht, dass die Autos das ständige Schreien etwas übertönen – und siehe da, kaum sind wir von dem Grundstück der Anlage runter wird er ruhig und schläft sofort ein…

Zurück zu Hause geht’s gleich wieder los – also wieder zurück in den Kinderwagen und während Su sich zu Hause bettfertig machte, dreh ich noch eine Extrarunde mit ihm – und wieder: Kaum sind wir vom Grundstück runter ist sofort wieder Ruhe.

Eins wissen wir jetzt, der Kleine hat enorme Probleme mit Luft im Bauch und offenbar heftige Koliken. Wir haben heute Mittag schon Lefax besorgt, das wirkt aber angeblich erst nach den ersten paar Einnahmen.

Ich sehe eine harte Zeit auf uns zukommen…

Ausflug

Heute war es soweit: Wir haben Linus in unseren Kinderwagen gepackt und einen ersten kleinen Spaziergang gemacht. Bei Sonne ging’s los und auf dem Rückweg hat der Wagen schon seinen ersten Regen abbekommen. Sei’s drum Linus und Eltern fanden’s schön:

Linus ist wieder fit und wir haben die Fotos von Babysmile

Juhu, Su und Linus dürfen heute endlich aus der Kinderklinik. Dort haben sich zwar alle prächtig um unseren Sprössling gekümmert, aber dennoch sind wir sehr froh, dass der Kleine jetzt zu uns nach Hause darf. Bin gespannt wie alles wird – sicher wird das ein oder andere Neuland und sicher wird’s auch schwierige und nervenaufreibende Situationen geben – aber jetzt freuen wir uns erstmal drauf!

Neuer Wickeltisch

Heute habe ich einen neuen Wickeltisch für unseren Nachwuchs besorgt – die Premiumvariante Geuther VARIX SL mit Badewanne zum Zusammenschieben mit schickem Muster. Und das ganze für einen unschlagbaren Preis. Good Deal!

Vorläufige Entwarnung

Linus wurde auf die Kinderklinik verlegt und Su konnte einen Tag später auch mit in sein Zimmer ziehen.

Nach wie vor merkt man dem Kleinen nichts von seinem hohen CPR Entzündungswert an. Dieser war auf der Geburtstation noch über 3 bei einer neuen Messung in der Klinik aber immerhin knapp unter 2, aber dennoch zu hoch.

Nun hat der arme Kleine dreimal am Tag zwei verschiedene Breitband-Antibiotika über einen fies aussehenden Zugang am Kopf, der ihn aber zum Glück nicht groß zu stören scheint.

Insgesamt liegen auf dem Zimmer gleich drei Neugeborene, die alle Anfang der Woche geboren sind – jeweils mit der Mutter als Begleitperson und den Vätern zu Besuch. Da kann es schon mal eng werden und eigentlich ist immer jemand am Stillen, Wickeln, Abpumpen, etc.

Trotzdem finden wir aber immer wieder Momente der Ruhe zu dritt – Su, Linus und ich. Das tut schon mal sehr gut und gibt einen Vorgeschmack darauf, wie schön das Ganze dann erst zu Hause sein kann.

Linus scheint sich auch schon zu freuen, denn man merkt schon, dass es dem Kleinen viel zu langweilig ist, einfach nur wie die anderen im Bettchen zu liegen. Wenn er wach ist schaut er sich neugierig um und knittert auch mal, wenn sich niemand um ihn kümmert. Das kommt aber nur selten vor, denn Mama und Papa sind ja stets zur Stelle und sobald er hochgehoben wird und was von der Welt sieht ist auch sofort Ruhe im Karton.

Das Stillen klappt bei Susanne auch super – sogar mit schicken „Stillhütchen“ aus Silikon, um die Nippel zu schonen. Der Kleine hat schließlich einen ganz schönen Zug die ganze Zeit und trinkt wie ein ganz Großer. So kann’s  weitergehen und dann wird er hoffentlich am Mittwoch, den 26.09. endlich entlassen, um die Welt zu sehen. Und da gibt’s eine Menge zu entdecken!

Schreckensnachricht

Obwohl Linus einen putzmunteren Eindruck gemacht hat, war der Entzündungswert im Blut heute plötzlich hoch und er musste mit der Diagnose „Neugeborenen-Sepsis“ (tritt bei ca. 5% der Neugeborenen auf, Ursache ist aber noch nicht genau bekannt) in die Kinderklinik verlegt werden. Leider wurde der Wert auch bei einer erneuten Blutentnahme dort bestätigt. Also braucht unser Kleiner für die nächsten 7 Tage ein Antibiotikum – aber zum Glück haben wir uns für das Alice-Hospital entschieden, denn hier kann er sofort behandelt werden und Su ist direkt nebenan.

Schon komisch, denn dem Kleinen sieht man nichts an: Puls ist in Ordnung, Sauerstoffsättigung im Blut ist auf Sportlerniveau, Hautfarbe ist ok, Temperatur ist eher einen kleinen Tick zu niedrig, er trinkt kräftig Muttermilch – alles keine Anzeichen für eine Infektion – wenn da nicht der Blutwert wäre.

Aber Mama und Papa sind stets auch in der Intensivstation zur Stelle und hoffen zusammen mit den Großeltern, dass der Kleine ganz schnell wieder gesund wird! Und wenn alles gut geht kommt er morgen wieder auf ein gemeinsames Zimmer mit der Mama in der Kinderklinik…