Urlaub in Holland

Nach langem Überlegen haben wir uns entschlossen unseren erst einmal letzten planbaren Urlaub in Holland am Meer zu verbringen. Dazu haben wir uns in einem Roompot-Ferienpark ein schönes, sehr komfortables Mobilehome mit 2 Schlafzimmern gemietet.

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Wir sind Samstags losgefahren und obwohl die Fahrt ca. 5 Std. dauert und von ständigem Regen begleitet war, war sie doch recht entspannt. Nach etwas mehr als der Hälfte haben wir bei Ikea in Heerlen einen langen Stopp eingelegt, der ebenfalls sehr entspannt verlief. Ab der niederländischen Grenze war die Fahrt dann sowieso relaxt, da kaum Verkehr auf den Straßen war.
Nach dem ganzen Regen wurden wir Kamperland mit strahlendem Sonnenschein begrüßt und unser Ferienheim war so schön wie auf den Bildern. Auch den Strand konnten wir direkt am ersten Abend noch in der Abendsonne genießen.

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Am zweiten Tag hat es dann leider geregnet, wir haben uns aber trotzdem ein bisschen den Ferienpark und die Gegend angeschaut. Abends haben wir im Family Parkrestaurant mit großem Indoorspielplatz gegessen: ein Win-Win für alle: wir haben in Ruhe gegessen, Linus hat ewig lang gespielt, dann auch reingehauen wie ein Großer und später geschlafen wie ein Murmeltier. Überhaupt gab es unheimlich viele Spielmöglichkeiten: einen Riesen-Stielplatz, Trampolin, Fahrradverleih, etc., etc., wir haben gar nicht alles ausprobiert oder genutzt, aber für Familien auf jeden Fall prima geeignet!

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Am Königstag (27.04.) waren wir bei Kaiserwetter in Middelburg, einem schönem Städtchen mit Grachten, ganz viel Backstein und kleinen Gässchen mit hübschen Geschäften und Cafés. Wirklich traumhaft ist der Strand von Oostkappelle, ganz breit und riesig lang mit ganz feinem Sand. Der Weg zum Strand ist auch wunderschön durch ein Wäldchen und Dünen. In Oostkappelle gibt es auch ein echt kinderfreundliches Pfannekoeken-Restaurant (der Pannekoekenbacker??) mit riesiger Spielecke und Kinderkino im Obergeschoss.

Leider hat Linus ab Mittwoch Durchfall bekommen und war daher stimmungstechnisch teilweise anstrengend, was irgendwie verständlich aber halt auch, tja, anstrengend war. Wir haben daher den Mittwoch sehr ruhig fast nur im Haus verbracht, aber Do. konnten wir noch einmal einen richtig tollen Sonnentag genießen, an dem wir u.a. in Domburg waren.

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Trotzdem haben wir am Donnerstag hin und her überlegt ob wir schon Heim fahren, haben uns aber wegen des Wetters (und dem Regen in Deutschland) entschieden zumindest noch bis Freitag zu bleiben. Was gut war, denn am Freitag hatten wir dann auch noch mal schönes Wetter, allerdings mit viel Wind, wir waren trotzdem noch mal am Strand und haben dann schließlich abends der Nordsee und dem Strand „Tschüß“ gesagt.

Obwohl die Woche sehr schön war, haben wir uns auch wieder auf zu Hause gefreut. Die Fahrt zurück dauerte zwar länger als gedacht, lief aber dennoch weitestgehend stressfrei – vor allem durch Holland und Belgien. In Deutschland wurde es zwar wieder ein bisschen anstrengender, aber um 0:30 waren wir dann auch zu Hause und konnten so noch das gesamte Rest-Wochenende daheim genießen.

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Linus‘ Sprech

Leider vergeht die Zeit soo schnell und irgendwie bin ich in den letzten Monaten aus verschiedenen Gründen nicht mehr dazu gekommen etwas zu schreiben. Ich hoffe, das ändert sich jetzt wieder so dass ich demnächst wieder mehr von dem festhalten kann, was passiert – und das wird ja so einiges sein 😉

Heute geht es aber um Linus‘ Sprechfortschritte, die wirklich enorm sind. Es ist toll mitzuerleben wie so ein kleiner Mensch sprechen lernt. Nach den ersten einzelnen Wörtern haben wir uns über ein kurze Phase der Zwei-Wort-Sätze gefreut. Diese wurden dann aber schnell länger und mittlerweile spricht Linus schon in richtig vollständigen Sätzen. Ja, klar, es ist nicht immer alles in der richtigen Reihenfolge – manchmal hat man den Eindruck man spricht mit Yoda („Mami, wach bin ich“, „Das trinken will ich“) – und es gibt immer mal wieder interessante Wortneuschöpfungen. Ich habe ein paar besonders lustige Aussagen und Wörter mitgeschrieben und werde diese hier so nach und nach ergänzen.

Willens- bzw. Unwillensbekundungen wurden eine zeitlang mit „ich willt nicht!“ zum Ausdruck gebracht, in einer etwas harmonischeren Phase ging dies über in „das wollen wir“.

Linus‘ Lieblingsworte drehen sich um alles was fahren kann: Begeisterung löst eigentlich fast jeder „Elkawelkallell“ (LKW) auf der Straße aus, aber auch Kartonmischer (Betonmischer) und sonstige Baufahrzeuge werden begeistert kommentiert.

Ein „Luftapom“ (Luftballon) ist jetzt nicht mehr zum fürchten, sondern wird begeistert bespielt.

Manches Wort wird überaus ökonomisch einfach für zwei Dinge benutzt – so ist „Bobkea“ sowohl die Paprika als auch das Bobby Car.

Ein „Pfüssel“ ist aber ganz eindeutig nur ein Pfirsich.

Eine zeitlang bestand unser Abend-Ritual darin, noch ein bisschen mit Linus „Raumpfiff“ (Raumschiff) zu gucken, hier gefallen ihm vor allem alle Szenen in denen das Raumpfiff von außen zu sehen ist und seine Lieblingsfigur ist Tuvork: „wo ist der Tuvork?“.

Und in der stetig wieder kehrenden Schnupfenphase hören wir sehr häufig „Meine Nase läuft raus“.

Mittlerweile kann man mit Linus auch schon über komplexere Dinge sprechen, so weiß er genau, dass er bald ein Schwesterchen bekommt:
„Die Mama hat einen ganz dicken Bauch. Da ist das Baby drin. Das Baby ist noch nicht fertig“
oder
„Meine kleine Schwester kommt bald rausgeblubbert“.

 

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Mein Do-Do-Dot

Wir waren im Oktober für ein paar Tage bei meinen Eltern – bei Omi und Opa Gerd. Leider war der Anlass nicht ganz so schön, mein Vater musste wegen eines Bauchaortenaneurysmas operiert werden. Wir hatten für die Woche sowieso Urlaub, wollten aber eigentlich nach nach Hersbruck fahren, haben dann aber unsere Pläne geändert und sind ins Rheinland gefahren um meine Eltern ein wenig aufzumuntern. Wir hatten eine riesige Ferienwohnung in Overath-Steinenbrück, sogar mit Kamin und Garten. Wir waren bei schönem Wetter im bergischen Freilichtmuseum in Lindlar, in der Claudiustherme in Köln und bei nicht ganz so schönem Wetter im Kölner Zoo sowie in der City.

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Linus hat die unbekannte Ferienwohnung natürlich neugierig erkundet – groß genug war sie ja und genug zu sehen gab es auch. Aber seine absoluten Lieblingsgegenstände waren ein Korkenzieher und eine Plastikzange, die beide liebevoll mit „Mein Do-Do-Dot“ bezeichnet wurden.

Insgesamt waren es trotz des nicht-schönen Anlasses ein paar schöne Tage und da ich den Artikel mit erheblichen Verzug schreibe, kann ich auch verraten das mein Dad die OP zum Glück gut überstanden hat 🙂

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Happy Birthday – 2 Jahre!

Lieber Linus,

vor kurzem bist Du zwei Jahre alt geworden und was soll ich sagen: die Zeit vergeht wie im Flug, es hat sich viel verändert und natürlich hast Du Dich verändert. Du bist nun kein Baby mehr, sondern schon ein richtiger kleiner Junge.

Zunächst zu den „Daten und Fakten“, denn zwei Tage nach Deinem Geburtstag waren wir bei der Kinderärztin zur U7 und demnach bist Du jetzt 91cm groß und wiegst 11,5 kg. Deine Augen sind nach wie vor blau, Deine Haare sind blond und immer noch ein wenig spärlich. Krank warst Du zum Glück in letzter Zeit nicht mehr ernsthaft, zwar hattest Du mal Durchfall, einen Schnupfen oder ein bisschen Husten, aber Du hast Dich immer wieder von selbst erholt und brauchtest nicht zum Arzt und auch keine Medikamente.

Du läufst mittlerweile richtig gut und schnell und hast auch keine große Lust mehr auf den Kinderwagen, lieber fährst Du Bobbycar („Bobeka“) und so langsam auch mit dem Laufrädchen, dass Du von Ute und Wilfried zum Geburtstag geschenkt bekommen hast. Außerdem hüpfst Du gerne von Stufen runter oder einfach nur so auf der Stelle. Du liebst Musik („Tik“) und tanzt gerne dazu („tanse“) – am liebsten natürlich mit uns zusammen. Außerdem begeisterst Du Dich für verschiedene Musikinstrumente, z. B. spielst gerne mit Papa am Keyboard oder bei Ute und Wilfried auf der Laute oder der Mundharmonika. Deswegen hast Du von Deiner Tante Kathlen zum Geburtstag auch eine Kindergitarre zum Musik machen und von Omi und Opa einen MP3-Player zum Musik hören geschenkt bekommen. Natürlich findest Du auch Autos und alle möglichen Gefährte ganz toll, allem voran das „Bobeka“ und sämtliche Rädchen und Wagen in der Kita (die morgens beim Ankommen erst einmal alle durchgefahren werden müssen) aber auch Spielzeugautos und seit neuestem ist auch Deine Eisenbahn ganz hoch im Kurs. Außerdem liebst Du „Terfos“ (Telefone) mit denen Du fleißig telefonierst und spielst mit dem iPad – das für Dich der „Fiete“ ist (so heißt ein Kinder-Spiel auf dem iPad) – Du kannst darauf schon toll puzzeln, Tiere erkennen und hast sogar das Alphabet per App geübt.

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Was Essen angeht bist Du eigentlich ziemlich unkompliziert – Du isst meistens das was wir auch essen. Besonders gerne natürlich Nudeln, Grillwürstchen und „Lokolade“. Du magst zum Glück aber auch Obst – vor allem Apfel und Weintrauben, Salat und Gemüse und sogar Oliven. Spezielle Trinkflaschen brauchst Du auch nicht mehr – Du kannst bereits prima aus dem Glas, der Tasse oder dem Becher trinken – und seit neuestem auch aus ganz normalen Flaschen – z. B. kleinen Wasserflaschen.

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Du wusstest ja schon immer ziemlich genau was Du willst. Aber mittlerweile hast Du schon Deinen richtigen kleinen Dickkopf und wehe es wird etwas nicht so gemacht wie Du es gerne hättest, dann wirfst Du Dich auch schon mal verzweifelt auf den Boden. Auch „meins“ und „deins“ ist Dir mittlerweile ein Begriff und wenn wir Besuch haben, verteidigst Du Dein Lieblingsspielzeug vehement in dem Du laut „MEINE“ rufst. Meistens bist Du aber recht diplomatisch und bietest ein Alternativ-Spielzeug an. Überhaupt gibst Du auch ab, z. B. Papa und mir von Deinem Obst oder Deinen Knabbereien – und bist je nach Gemütslage auch schon einmal sehr enttäuscht wenn wir nichts mehr möchten. Derzeit möchtest Du am liebsten alles „selber“ machen und bestimmen – essen und trinken sowieso, aber auch ins Auto und den Kinderwagen steigen, Zähneputzen, Hände waschen und trocknen, Eisenbahn aufbauen, … – eigentlich total schön, aber gelingt natürlich nicht immer, das gibt dann auch schon mal Geschrei. Manchmal merkst Du es aber auch selber und bittest um „Häse“ (Hilfe).

Du sprichst noch keine Sätze, sondern einzelne Wörter. Aber dafür schon richtig viele. Manchmal spielst Du Papagei und sprichst uns alles nach – auch die Sachen die Du eigentlich nicht hören und schon gar nicht nachsprechen sollst – z. B. „Mega-Geil“. Dafür kannst Du aber auch schon die Zahlen von 1-10 und viele Buchstaben des Alphabets benennen. Du nennst uns jetzt schon seit einiger Zeit Mama oder Mami und Papa und sagst auch Omi und Opa. Dich selbst nennst Du mittlerweile nicht mehr „Lio“ sondern „Linus“. Außerdem kennst Du schon ganz viele Tiere und man merkt das Dich manche Dinge richtig interessieren und faszinieren, z. B. die „Belle“ (Libelle) oder auch eine Geige in der Musik (Du hörst nämlich auch gerne klassische Musik). Du spielst jetzt auch schon mit anderen Kindern, z. B. in der Kita oder aus der Nachbarschaft und natürlich kennst Du auch deren Namen. Vor allem mit den Jungs aus der Nachbarschaft macht das Spielen besonders viel Spaß, insbesondere mit Matthis („Matthie“) spielst Du gerne, aber auch mit Amelie und Jonathan („Nonana“) machst Du begeistert Bobbycar-Wettrennen ums Haus.

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Deinen Geburtstag haben wir dieses Jahr richtig groß gefeiert nachdem der letzte Geburtstag ja eher klein gehalten war. An dem Tag Deines Geburtstags hast Du erst einmal in der Kita gefeiert. Ich habe dafür Krümmelmonster-Muffings für Dich und Deine Kita-Gruppe gebacken. Du durftest im Morgenkreis eine Krone tragen und hast sogar ein kleines Geschenk bekommen – ein Entdeckerglas: eine kleine Box mit Lupe in der man gefundene Dinge untersuchen kann.

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Zwei Tage später, am Freitag den 19.09. haben wir dann groß draußen im Innenhof unserer Wohnanlage in der Berliner Allee mit ganz vielen Kindern und Erwachsenen aus der Nachbarschaft (Jonathan mit Sonja, Jörg und Marlene, Konstantin mit Julia, Christoph und Leonard, Maarten mit Katharina und Olaf, Amelie mit Anita, Luna mit Michaela) aber auch mit Freunden aus Kita & Co. (Felix & Claire, Christoph & Kerstin, Robin & Sabrina ) und natürlich der Familie: beiden Omis und Opas sowie Kathlen, gefeiert. Das Wetter war noch richtig toll, so dass wir bis kurz vor Acht abends draußen spielen und feiern konnten. Ihr Kiddies habt Bobbycar-Wettrennen gemacht, mit Deinen Autos gespielt, seid über die Wiese getobt, habt im Sand gespielt, geschaukelt, gewippt und seid gerutscht. Wir Erwachsenen haben Euch dabei zugeschaut, haben Kuchen gegessen, Kaffee und später Bier getrunken, haben Mölkky gespielt, gequatscht und hatten genauso viel Spaß wie Ihr. Insgesamt war es ein richtig schöner Tag und wir hoffen das wir noch ganz viele Geburtstage mit Dir feiern dürfen, bevor es Dir zu peinlich wird Deine Eltern dabei zu haben.

Wir haben Dich auf jeden Fall ganz doll lieb und drücken Dich!

Deine Eltern Su & Steffen

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Ostseeurlaub in der Nähe von Brasilien

Unseren diesjährigen Sommerurlaub haben wir ganz unexotisch an der Ostsee verbracht. Ursprünglich wollten wir nach Schweden, zu einer Hochzeit von Freunden, aber die ganzen Erkältungen im Frühjahr haben uns dann doch so geschafft, das wir uns für was möglichst einfaches, entspanntes mit – falls notwendig – deutschsprachigen Ärzten – entschieden haben. Allerdings war ich Vorfeld schon etwas Verhalten in Sachen Vorfreude und habe gemerkt: Urlaub in Deutschland ist irgendwie nicht so richtig Urlaub. Die Fahrt an die Ostsee war dann auch anstrengend (vor allem die schlechte Laune einiger Herren in der Familie), obwohl wir an zwei Tagen gefahren sind. Aber Freitags mittags losfahren war halt auch nicht die beste Wahl. Nun ja, wir haben es dann doch geschafft, am Samstag gegen 17:30 Uhr in Schönberger Strand anzukommen. Zunächst war die Stimmung hier noch nicht überschwänglich: Steffen war die Wohnung zu groß, der Ort zu klein und die Leute zu dick. Mir war die Ostsee zu ruhig, der Strand zu schmal und bei Ankunft waren es nur 17 Grad – aber immerhin mit Sonne. Nachdem wir dann die nervige Anfahrt endlich alle verdaut hatten, wurde es wettermäßig auch richtig schön, so dass mein sorgfältig recherchiertes Alternativprogramm kaum genutzt wurde und wir vor allem viel am Strand waren. Und wir konnten mit jedem Tag mehr Klamotten ablegen 🙂

 

Linus hat es unabhängig vom Gemecker der Eltern glaube ich von Anfang an gefallen. Er hat stundenlang am Strand im Sand gespielt und gematscht, konnte an der Seebrücke frei rumlaufen ohne das irgendwelche Autos kamen und hat sich auf der Wiese rum- und den Deich runtergerollt. Die Ostsee war ihm praktischerweise zu kalt, daher mussten wir ihn auch nicht ständig vom Wasser fernhalten. Das Wasser mussten wir ihm immer in Gießkannen und Eimern holen, dazu kam er mit beidem in der Hand zu unseren Handtüchern gelaufen, hat uns mit großen blauen Augen angeschaut und so lange mit zunehmender Verzweiflung: „wasseeee“, „wasseeee“ gerufen, bis sich einer von uns erbarmt hat ihm alle Eimer und Kannen wieder aufzufüllen. Mit steigenden Temperaturen haben wir ihm dann ein Loch mit Zugang zum Meer gegraben, in dem er mit dem Wasser und dem nassen Sand nach Herzenslust rummatschen konnte. Wenn er das so ca. 2 Stunden gemacht hat, war auch der Mittagsschlaf kein Problem mehr – meistens haben wir ihn hingelegt und die Augen fielen direkt zu – die gute Ostsee-Luft wirkt da Wunder!

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So ganz nebenbei war ja auch WM, was wir bei der Urlaubsplanung überhaupt nicht berücksichtigt hatten. Nach einigen netten Gemeinschafts-Events zu Hause fanden wir es schon schade, fast die gesamte WM im Urlaub zu erleben. Aber auch da hat sich ein tolle Lösung gefunden. Für die frühen Spiele waren wir am Strand von Brasilien – dem Nachbarort, der zwischen Schönberger Strand und Kalifornien liegt 😉 Dort befand sich das „inoffizielle WM-Studio“ vom ARD Morgenmagazin und ein toller Public Viewing Strand mit Sandspielzeug für die Kiddies und Liegestühlen und Bier für die Eltern. Das war echt toll! Die späten Spiele haben wir in einem Tapas-Laden geschaut, was auch sehr sehr nett war, und bei dem Spiel Deutschland vs. Brasilien, dass ja 7:1 für Deutschland ausging, auch sehr exzessiv, da für jedes deutsche Tor ein Schnaps aufs Haus gereicht wurde…

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An den Tagen, die nicht ganz so warm und sonnig waren, waren wir in Kiel auf der Kieler Woche und Laboe – das Marinedenkmal und das dort ausgestellte U-Boot besichtigen – was auch sehr schön war. Außerdem sind wir mit einer alten Museumseisenbahn von Schönberger Strand (vom Museumsbahnhof) bis nach Schönberg gefahren. In der zweiten Woche war es zwar schön, aber teilweise heftig windig. Daher sind wir ins „Landesinnere“ an den Selenter See gefahren – was wirklich traumhaft war. Ein fast einsamer Badestrand aus Wiese und Sand, ganz klares Wasser und ein toller Ausblick – richtig schön. Hier ist Linus dann auch mal ins Wasser gegangen und hat das erste Mal die Schwimmflügel ausprobiert.

Insgesamt war es also – trotz holprigem Anfang – ein sehr gelungener und schöner Urlaub. Wir haben uns alle gut erholt und auch die Rückfahrt war nicht annähernd so ätzend wie die Hinfahrt, weil wir Freitags abends losgefahren und nach einer Zwischenübernachtung in Göttingen am Samstag morgen weiter gefahren sind, so dass wir Mittags in Darmstadt waren – ohne einen einzigen Stau 🙂

Oh man, erste dicke Verletzung mit 21 Monaten

Heute Abend bin ich fertig mit meinen Nerven. Was für ein Tag. Eigentlich traumhaft schön bei meinen Eltern bei Sonnenschein im Garten, bis auf: Linus der mal wieder auf dem Stuhl rumgeturnt ist, trotz dauernder Ermahnungen und es geschafft hat volle Kanne mit Stuhl umzukippen und mit dem Mund derart auf dem Steinboden aufzuschlagen, dass im das dunkelrote Blut in strömen aus dem Mund lief und er natürlich geschrien hat wie verrückt vor Schmerzen. Natürlich prompt alle in Panik, ich habe das erste Mal (und wahrscheinlich nicht das letzte Mal) wegen Linus den Notruf angerufen und die schöne Atmosphäre war dahin.

Zum Glück hatte der Kleine wohl mal wieder Dusel und nachdem mit viel Kühlung, Wasser ausspülen und viel trösten konnte man sehen, dass er sich wohl „einfach nur“ sehr kräftig in die Lippe gebissen hat, Zunge war noch dran, Zähne scheinen alle noch fest zu sein.

Oh man. Nicht mal zwei Jahre ist der Kleine alt und ich habe mir schon ganz schön viele Sorgen um ihn gemacht. Aber jetzt bin ich für den Moment erstmal froh, dass es wohl entgegen dem ersten Eindruck nichts Schlimmeres war. Toi, toi, toi.

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Meyers go Camping

Ich weiß nicht wie, aber irgendwie kam Steffen auf die Idee mal mit der ganzen Family zelten zu gehen. Unsere Camping-Versuche waren bisher ja eher so la la ausgefallen, aber wir wollten es dann doch noch mal wissen. Natürlich musste erst einmal das entsprechende Equipment bestellt werden: Camping-Grill, Gaskocher, Kochgeschirr, Sporks (ein Mischung aus Gabel und Löffel (Fork and Spoon), eine Kühltasche, ein Solarladegerät, ein neuer Rucksack…

Nachdem dann alles angekommen war, konnte es losgehen. Da es uns ja um das Zelten an sich ging, sind wir ganz in der Nähe geblieben und im Fischbachtal zu dem Campingplatz „Odenwaldidyll“ gefahren. Und der Platz ist in der Tat ein Idyll – von Bäumen umgeben, mit Naturschwimmbad und sehr schönen Plätzen auf denen die Zelte und Wohnwagen nicht press an press stehen. Wir hatten den besten Platz überhaupt: den ganzen Tag Schatten (an dem Wochenende waren es 30 Grad), bei Bedarf Strom-Anschluss und ein Waschbecken in der Nähe, außerdem sehr nahe an Kiosk, Klo und Dusche – also einfach toll.

 

Ja, und das Zelten hat dann tatsächlich Spaß gemacht, wir sind den ganzen Tag an der frischen Luft gewesen, Linus ist auf dem Spielplatz gefühlte 500 Mal das Klettergerüst hochgeklettert und gerutscht. Das Schlafen gehen war dann auch kein Thema mehr und Steffen und ich haben dann noch im Kerzenschein vor dem Zelt gesessen – sehr romantisch! Zu essen gab es natürlich stilecht Ravioli aus der Dose! Die Nacht war dann zwar recht kurz, das lag aber vor allem an unseren Nachbarn, die noch bis spät in die Nacht draußen saßen und am nächsten Morgen um 06:00 Uhr schon wieder das erste Pläuschchen halten mussten. Um 06:30 Uhr war Linus dann auch wach und hat erst einmal den Zeltplatz wach gesungen. Geschieht Euch recht 😉

Insgesamt war es aber trotz der kurzen Nacht sehr schön und eine Wiederholung ist fest eingeplant. Mittlerweile haben wir auch das Aldi-Familienzelt und damit unsere Camping-Ausstattung weiter aufgepimpt 🙂

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Ein multilingualer Gagagagageiiii

Wir haben schon länger nichts mehr geschrieben. Vielleicht sind wir ein wenig dadurch entschuldigt, dass die letzen Monate ja schon ganz schön anstrengend waren. Aber jetzt ist es doch mal wieder Zeit ein wenig von Linus Fortschritt zu berichten.

Ich hatte ja bereits in einem früheren Beitrag geschrieben, dass Linus anfängt zu sprechen. Ja, und das entwickelt sich natürlich weiter. Nach den ersten zaghaften Wörtern mit der starken Dominanz von „NEI“ (die leider derzeit wieder herrscht), sind etliche Begriffe dazugekommen.

Vor allem die vielen Tiere die er in seinen diversen Büchern sieht (Linus LIEBT Bücher im Moment): Mau (Maus), Wauwau (Hund), Kuh, Mau (Katze), kann er unterscheiden und benennen (und wenn wir einen „echten“ Hund sehen wird der auch freudig mit „Wauwau“ begrüßt). Auch sein Lieblings-Obst und -gemüse kann er benennen: Namanaaaa (Banane), Appel (Apfel), Gurkeeee! Und natürlich die Familienmitglieder: Mama, Papa, Lio (Linus), Uteee, Opa, Oma, Opa (Opa ist zweimal besetzt, Wilfried ist noch zu schwer – wir habens versucht 😉 und Kathlen – das spricht er irgendwie anders aus, kann ich aber gerade nicht „korrekt“ wiedergeben.

Aber neben einzelnen Wörtern spricht Linus jetzt auch schon richtig nach. Wie ein Papagei (Gagagei) nämlich. Und das nicht nur auf Deutsch sondern wohl auch auf Englisch, wie die bilinguale Erzieherin aus seiner Kita-Gruppe berichtet. Daher begrüßt Linus auch alle freundlich mit einem „Hallo“, verabschiedet sich aber bevorzugt mit „Bye Bye“ 🙂

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Dinge, über die man nicht so gerne spricht…

…aber seit inzwischen schon ein paar Monaten gehen Su und ich auf dem Zahnfleisch, denn Linus ist ziemlich genau seitdem er in die Kita gekommen ist nahezu dauerkrank und springt fast übergangslos von einer dicken Erkältung zur nächsten – mit dicker Schnupfennase und kräftigem Husten. Teilweise muss er noch nicht einmal in die Kita gehen, sondern nachdem die Erkältung mal ein paar Tage wieder besser ist, geht es dann scheinbar ohne Grund (ja, wir packen ihn gut ein, gehen nicht mit ihm raus, wenn es kalt ist, achten darauf, dass es ihm weder zu warm noch zu kalt ist, obwohl er es uns ja noch nicht sagen kann und und und) wieder los. In der Regel hat er dabei immer wieder über 39° Fieber und mit seinen 18 Monaten hat er bereits 5x Antibiotika nehmen müssen. Dabei merkt man ihm tagsüber außer der Schnupfennase nahezu nichts an, aber nachts bekommt er nur schlecht Luft und hustet viel. Letzte Nacht war dabei typisch für die Nächte, die er überhaupt noch bei uns schläft (oft müssen wir ihn zu meinen Eltern bringen, die sich ganz fantastisch um ihn kümmern, während wir arbeiten müssen). Die ganze Familie war gestern bereits um 19:30 Uhr im Bett, weil wir alle einfach am Ende unserer Kräfte waren und dann hat der Kleine es tatsächlich geschafft alle 1-2 Stunden wieder wach zu werden und kräftig zu brüllen, bis er dann heute Morgen um 5 so wach war, dass er aufstehen wollte und überhaupt nicht mehr schlafen konnte. Im Gegensatz zu uns scheint ihm aber das ganze Gebrülle gut getan zu haben, denn war schon wieder so fit, dass er uns unbedingt aus dem Bett zerren musste.

Es gab Zeiten, da habe ich Nächte durchgemacht und war trotzdem 1000x fitter.

Nun sind Su und ich wiedermal am Ende unserer Kräfte. Su ist bereits auch selbst wieder krank und ich werde wohl auch nur noch ein paar wenige Tage durchhalten, dabei habe ich den Eindruck, dass ich mit jedem Tag (+Nacht) in dieser Form echte Lebensjahre verliere und hoffe, dass es das alles Wert ist.

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Happy!

Su und ich haben ein neues Hintergrundbild für unsere iPhones:

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Wenn das mal nicht gute Laune weckt bei jedem Mal, wenn man auf sein Handy schaut 😉

 

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