Linus geht auf’s Klo

und wir haben glaube ich noch nichts darüber geschrieben, obwohl es so ein schönes Thema ist.

Linus geht inzwischen ganz großartig alleine aufs Klo. Und zu Hause meine ich tatsächlich auch alleine: alleine die Klotreppe hingestellt, alleine die Hose runter, alleine aufs Klo und Pipi machen, alleine abtrocknen, alleine spülen, alleine die Klotreppe wieder wegstellen, alleine spülen, alleine die Hose wieder hoch und Hände waschen – alles völlig ohne Probleme. Davon bin ich echt schwer beeindruckt und riesig stolz auf meinen Sohn!

Schönstes Kommentar von ihm dabei: „Mami, ich glaub ich mach kein Durchfall jetzt, nur Kaka“ und Mama und Papa liegen vor Lachen auf dem Boden.

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Tag des Mülls?!

Hätte mir vor 10 Jahren jemand gesagt, dass ich es mal cool finden würde, mir Müll Autos anzusehen hätte ich demjenigen wahrscheinlich einen Vogel gezeigt.

Aber das war tatsächlich ein richtig cooler Vormittag:

Mit Kehrmaschinen konnten wir fahren Puh, das war anstrengend Vor der großen Schaufel vom Radlader Ausflug zu zweit Auf die Torwand schießen So viele verschiedene Autos IMG_4927 IMG_4925 IMG_4924 Die Frau führt Ringelreihen IMG_4917 IMG_4915 Mit dem großen Müllauto konnten wir fahren IMG_4911 Die Crew Die Crew Die Crew

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Happy Birthday Linus – 3 Jahre bist Du jetzt schon!

Lieber Linus,

vor ein paar Tagen bist Du 3 Jahre alt geworden. Du bist jetzt schon ein richtig großer Junge! 95,5 cm groß und 12,6 kg schwer, um genau zu sein – das zumindest hat die U7a-Untersuchung kurz vor Deinem Geburtstag ergeben.

Seit ein paar Wochen brauchst Du keine Windel mehr und gehst schon alleine auf die Toilette – inkl. abputzen (beim kleinen Geschäft), spülen und Hände waschen – ich bin manchmal noch baff wie super Du das schon alles machst. Und in den Kindergarten gehst du jetzt auch! Zu den Großen in die „Grüne Gruppe“. Dort hast du auch schon erste Freundschaften zu Amelie und zu Alfalfa geknüpft – und die anderen finden dich sowieso auch alle super. Ansonsten spielst Du gerne mit den Nachbarskindern – insbesondere mit Mattes und Amelie, aber auch Robin aus Deiner alten Krippengruppe ist immer noch ein guter Spielkumpel von Dir. Deine liebsten Spielzeuge sind: Autos, Autos, Autos – in jeder Form: Bagger, Traktoren, Lastwagen, PKWs, Jeeps und alles was sonst noch Räder hat. Leider bin ich im Autospielen nicht mehr so gut, obwohl ich das als Kind auch sehr gerne gemacht habe. Aber zu meinem Glück magst Du auch Bücher sehr gerne, entweder Du Dir schaust die Bücher alleine an oder lässt sie Dir vorlesen. Mit Abstand am besten gefällt Dir der „Gruffalo“ den wir als englische und deutsche Version haben und beide sind bei Dir heiß begehrt!

Sprechen kannst Du jetzt auch schon richtig gut in vollständigen Sätzen und über Deine Sprüche müssen wir manchmal sehr lachen, z. B: bei folgendem Dialog: Steffen (leicht genervt nachdem er Linus schon mehrere Wünsche erfüllt hat): „Hier hast Du noch Milch zu Deiner Melone, kleiner König“, Antwort Linus: „Aber ich bin doch gar nicht der König, ich bin doch der Linus“.

Außerdem bist Du ein toller großer Bruder und die meiste Zeit sehr lieb zu Deiner kleinen Schwester Helena – oft möchtest Du sie streicheln und sie strahlt Dich dabei begeistert an.

Und weil man seinen 3. Geburtstag natürlich auch gebührend feiern muss haben wir „alle deine Gäste“ eingeladen und im Innenhof gefeiert:

Auch wenn wir mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück hatten wie letztes Jahr und wir von drinnen nach draußen und wieder nach drinnen wechseln mussten, war es eine schöne Feier, die sowohl Kiddies als auch Erwachsenen gefallen hat. Tolle Geschenke hast Du dieses Jahr auch wieder bekommen: das lange gewünschte Feuerwehrauto, ein neues cooles schwarzes Laufrad, einen Arztkoffer, viele Spiele, Autos und so einiges mehr.

Also ein rundum gelungener Geburtstag! Wir freuen uns auf die weiteren Geburtstage mit Dir – solange wir noch mitfeiern dürfen 😉

Mit einem dicken stolzen Kuss, Deine Eltern Su & Steffen und Deine Schwester Helena

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Oberfeld Ernte

Nachdem wir leider viel zu wenig Zeit auf unserer Parzelle auf dem Oberfeld verbringen konnten und deswegen gießen und Unkraut jäten ziemlich vernachlässigt haben, haben wir jetzt doch überraschend viel geerntet.

Linus hat auch Kartoffeln ausgegraben Kartoffeln und MöhrenUnsere ParzelleLecker MangoldLinus hilft ganz tollIMG_4668Kartoffeln und Mairrübchen

Hat Spaß gemacht und nächstes Jahr dann im eigenen Garten.

Linus‘ Sprech

Leider vergeht die Zeit soo schnell und irgendwie bin ich in den letzten Monaten aus verschiedenen Gründen nicht mehr dazu gekommen etwas zu schreiben. Ich hoffe, das ändert sich jetzt wieder so dass ich demnächst wieder mehr von dem festhalten kann, was passiert – und das wird ja so einiges sein 😉

Heute geht es aber um Linus‘ Sprechfortschritte, die wirklich enorm sind. Es ist toll mitzuerleben wie so ein kleiner Mensch sprechen lernt. Nach den ersten einzelnen Wörtern haben wir uns über ein kurze Phase der Zwei-Wort-Sätze gefreut. Diese wurden dann aber schnell länger und mittlerweile spricht Linus schon in richtig vollständigen Sätzen. Ja, klar, es ist nicht immer alles in der richtigen Reihenfolge – manchmal hat man den Eindruck man spricht mit Yoda („Mami, wach bin ich“, „Das trinken will ich“) – und es gibt immer mal wieder interessante Wortneuschöpfungen. Ich habe ein paar besonders lustige Aussagen und Wörter mitgeschrieben und werde diese hier so nach und nach ergänzen.

Willens- bzw. Unwillensbekundungen wurden eine zeitlang mit „ich willt nicht!“ zum Ausdruck gebracht, in einer etwas harmonischeren Phase ging dies über in „das wollen wir“.

Linus‘ Lieblingsworte drehen sich um alles was fahren kann: Begeisterung löst eigentlich fast jeder „Elkawelkallell“ (LKW) auf der Straße aus, aber auch Kartonmischer (Betonmischer) und sonstige Baufahrzeuge werden begeistert kommentiert.

Ein „Luftapom“ (Luftballon) ist jetzt nicht mehr zum fürchten, sondern wird begeistert bespielt.

Manches Wort wird überaus ökonomisch einfach für zwei Dinge benutzt – so ist „Bobkea“ sowohl die Paprika als auch das Bobby Car.

Ein „Pfüssel“ ist aber ganz eindeutig nur ein Pfirsich.

Eine zeitlang bestand unser Abend-Ritual darin, noch ein bisschen mit Linus „Raumpfiff“ (Raumschiff) zu gucken, hier gefallen ihm vor allem alle Szenen in denen das Raumpfiff von außen zu sehen ist und seine Lieblingsfigur ist Tuvork: „wo ist der Tuvork?“.

Und in der stetig wieder kehrenden Schnupfenphase hören wir sehr häufig „Meine Nase läuft raus“.

Mittlerweile kann man mit Linus auch schon über komplexere Dinge sprechen, so weiß er genau, dass er bald ein Schwesterchen bekommt:
„Die Mama hat einen ganz dicken Bauch. Da ist das Baby drin. Das Baby ist noch nicht fertig“
oder
„Meine kleine Schwester kommt bald rausgeblubbert“.

 

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Mein Do-Do-Dot

Wir waren im Oktober für ein paar Tage bei meinen Eltern – bei Omi und Opa Gerd. Leider war der Anlass nicht ganz so schön, mein Vater musste wegen eines Bauchaortenaneurysmas operiert werden. Wir hatten für die Woche sowieso Urlaub, wollten aber eigentlich nach nach Hersbruck fahren, haben dann aber unsere Pläne geändert und sind ins Rheinland gefahren um meine Eltern ein wenig aufzumuntern. Wir hatten eine riesige Ferienwohnung in Overath-Steinenbrück, sogar mit Kamin und Garten. Wir waren bei schönem Wetter im bergischen Freilichtmuseum in Lindlar, in der Claudiustherme in Köln und bei nicht ganz so schönem Wetter im Kölner Zoo sowie in der City.

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Linus hat die unbekannte Ferienwohnung natürlich neugierig erkundet – groß genug war sie ja und genug zu sehen gab es auch. Aber seine absoluten Lieblingsgegenstände waren ein Korkenzieher und eine Plastikzange, die beide liebevoll mit „Mein Do-Do-Dot“ bezeichnet wurden.

Insgesamt waren es trotz des nicht-schönen Anlasses ein paar schöne Tage und da ich den Artikel mit erheblichen Verzug schreibe, kann ich auch verraten das mein Dad die OP zum Glück gut überstanden hat 🙂

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Happy Birthday – 2 Jahre!

Lieber Linus,

vor kurzem bist Du zwei Jahre alt geworden und was soll ich sagen: die Zeit vergeht wie im Flug, es hat sich viel verändert und natürlich hast Du Dich verändert. Du bist nun kein Baby mehr, sondern schon ein richtiger kleiner Junge.

Zunächst zu den „Daten und Fakten“, denn zwei Tage nach Deinem Geburtstag waren wir bei der Kinderärztin zur U7 und demnach bist Du jetzt 91cm groß und wiegst 11,5 kg. Deine Augen sind nach wie vor blau, Deine Haare sind blond und immer noch ein wenig spärlich. Krank warst Du zum Glück in letzter Zeit nicht mehr ernsthaft, zwar hattest Du mal Durchfall, einen Schnupfen oder ein bisschen Husten, aber Du hast Dich immer wieder von selbst erholt und brauchtest nicht zum Arzt und auch keine Medikamente.

Du läufst mittlerweile richtig gut und schnell und hast auch keine große Lust mehr auf den Kinderwagen, lieber fährst Du Bobbycar („Bobeka“) und so langsam auch mit dem Laufrädchen, dass Du von Ute und Wilfried zum Geburtstag geschenkt bekommen hast. Außerdem hüpfst Du gerne von Stufen runter oder einfach nur so auf der Stelle. Du liebst Musik („Tik“) und tanzt gerne dazu („tanse“) – am liebsten natürlich mit uns zusammen. Außerdem begeisterst Du Dich für verschiedene Musikinstrumente, z. B. spielst gerne mit Papa am Keyboard oder bei Ute und Wilfried auf der Laute oder der Mundharmonika. Deswegen hast Du von Deiner Tante Kathlen zum Geburtstag auch eine Kindergitarre zum Musik machen und von Omi und Opa einen MP3-Player zum Musik hören geschenkt bekommen. Natürlich findest Du auch Autos und alle möglichen Gefährte ganz toll, allem voran das „Bobeka“ und sämtliche Rädchen und Wagen in der Kita (die morgens beim Ankommen erst einmal alle durchgefahren werden müssen) aber auch Spielzeugautos und seit neuestem ist auch Deine Eisenbahn ganz hoch im Kurs. Außerdem liebst Du „Terfos“ (Telefone) mit denen Du fleißig telefonierst und spielst mit dem iPad – das für Dich der „Fiete“ ist (so heißt ein Kinder-Spiel auf dem iPad) – Du kannst darauf schon toll puzzeln, Tiere erkennen und hast sogar das Alphabet per App geübt.

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Was Essen angeht bist Du eigentlich ziemlich unkompliziert – Du isst meistens das was wir auch essen. Besonders gerne natürlich Nudeln, Grillwürstchen und „Lokolade“. Du magst zum Glück aber auch Obst – vor allem Apfel und Weintrauben, Salat und Gemüse und sogar Oliven. Spezielle Trinkflaschen brauchst Du auch nicht mehr – Du kannst bereits prima aus dem Glas, der Tasse oder dem Becher trinken – und seit neuestem auch aus ganz normalen Flaschen – z. B. kleinen Wasserflaschen.

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Du wusstest ja schon immer ziemlich genau was Du willst. Aber mittlerweile hast Du schon Deinen richtigen kleinen Dickkopf und wehe es wird etwas nicht so gemacht wie Du es gerne hättest, dann wirfst Du Dich auch schon mal verzweifelt auf den Boden. Auch „meins“ und „deins“ ist Dir mittlerweile ein Begriff und wenn wir Besuch haben, verteidigst Du Dein Lieblingsspielzeug vehement in dem Du laut „MEINE“ rufst. Meistens bist Du aber recht diplomatisch und bietest ein Alternativ-Spielzeug an. Überhaupt gibst Du auch ab, z. B. Papa und mir von Deinem Obst oder Deinen Knabbereien – und bist je nach Gemütslage auch schon einmal sehr enttäuscht wenn wir nichts mehr möchten. Derzeit möchtest Du am liebsten alles „selber“ machen und bestimmen – essen und trinken sowieso, aber auch ins Auto und den Kinderwagen steigen, Zähneputzen, Hände waschen und trocknen, Eisenbahn aufbauen, … – eigentlich total schön, aber gelingt natürlich nicht immer, das gibt dann auch schon mal Geschrei. Manchmal merkst Du es aber auch selber und bittest um „Häse“ (Hilfe).

Du sprichst noch keine Sätze, sondern einzelne Wörter. Aber dafür schon richtig viele. Manchmal spielst Du Papagei und sprichst uns alles nach – auch die Sachen die Du eigentlich nicht hören und schon gar nicht nachsprechen sollst – z. B. „Mega-Geil“. Dafür kannst Du aber auch schon die Zahlen von 1-10 und viele Buchstaben des Alphabets benennen. Du nennst uns jetzt schon seit einiger Zeit Mama oder Mami und Papa und sagst auch Omi und Opa. Dich selbst nennst Du mittlerweile nicht mehr „Lio“ sondern „Linus“. Außerdem kennst Du schon ganz viele Tiere und man merkt das Dich manche Dinge richtig interessieren und faszinieren, z. B. die „Belle“ (Libelle) oder auch eine Geige in der Musik (Du hörst nämlich auch gerne klassische Musik). Du spielst jetzt auch schon mit anderen Kindern, z. B. in der Kita oder aus der Nachbarschaft und natürlich kennst Du auch deren Namen. Vor allem mit den Jungs aus der Nachbarschaft macht das Spielen besonders viel Spaß, insbesondere mit Matthis („Matthie“) spielst Du gerne, aber auch mit Amelie und Jonathan („Nonana“) machst Du begeistert Bobbycar-Wettrennen ums Haus.

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Deinen Geburtstag haben wir dieses Jahr richtig groß gefeiert nachdem der letzte Geburtstag ja eher klein gehalten war. An dem Tag Deines Geburtstags hast Du erst einmal in der Kita gefeiert. Ich habe dafür Krümmelmonster-Muffings für Dich und Deine Kita-Gruppe gebacken. Du durftest im Morgenkreis eine Krone tragen und hast sogar ein kleines Geschenk bekommen – ein Entdeckerglas: eine kleine Box mit Lupe in der man gefundene Dinge untersuchen kann.

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Zwei Tage später, am Freitag den 19.09. haben wir dann groß draußen im Innenhof unserer Wohnanlage in der Berliner Allee mit ganz vielen Kindern und Erwachsenen aus der Nachbarschaft (Jonathan mit Sonja, Jörg und Marlene, Konstantin mit Julia, Christoph und Leonard, Maarten mit Katharina und Olaf, Amelie mit Anita, Luna mit Michaela) aber auch mit Freunden aus Kita & Co. (Felix & Claire, Christoph & Kerstin, Robin & Sabrina ) und natürlich der Familie: beiden Omis und Opas sowie Kathlen, gefeiert. Das Wetter war noch richtig toll, so dass wir bis kurz vor Acht abends draußen spielen und feiern konnten. Ihr Kiddies habt Bobbycar-Wettrennen gemacht, mit Deinen Autos gespielt, seid über die Wiese getobt, habt im Sand gespielt, geschaukelt, gewippt und seid gerutscht. Wir Erwachsenen haben Euch dabei zugeschaut, haben Kuchen gegessen, Kaffee und später Bier getrunken, haben Mölkky gespielt, gequatscht und hatten genauso viel Spaß wie Ihr. Insgesamt war es ein richtig schöner Tag und wir hoffen das wir noch ganz viele Geburtstage mit Dir feiern dürfen, bevor es Dir zu peinlich wird Deine Eltern dabei zu haben.

Wir haben Dich auf jeden Fall ganz doll lieb und drücken Dich!

Deine Eltern Su & Steffen

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Ostseeurlaub in der Nähe von Brasilien

Unseren diesjährigen Sommerurlaub haben wir ganz unexotisch an der Ostsee verbracht. Ursprünglich wollten wir nach Schweden, zu einer Hochzeit von Freunden, aber die ganzen Erkältungen im Frühjahr haben uns dann doch so geschafft, das wir uns für was möglichst einfaches, entspanntes mit – falls notwendig – deutschsprachigen Ärzten – entschieden haben. Allerdings war ich Vorfeld schon etwas Verhalten in Sachen Vorfreude und habe gemerkt: Urlaub in Deutschland ist irgendwie nicht so richtig Urlaub. Die Fahrt an die Ostsee war dann auch anstrengend (vor allem die schlechte Laune einiger Herren in der Familie), obwohl wir an zwei Tagen gefahren sind. Aber Freitags mittags losfahren war halt auch nicht die beste Wahl. Nun ja, wir haben es dann doch geschafft, am Samstag gegen 17:30 Uhr in Schönberger Strand anzukommen. Zunächst war die Stimmung hier noch nicht überschwänglich: Steffen war die Wohnung zu groß, der Ort zu klein und die Leute zu dick. Mir war die Ostsee zu ruhig, der Strand zu schmal und bei Ankunft waren es nur 17 Grad – aber immerhin mit Sonne. Nachdem wir dann die nervige Anfahrt endlich alle verdaut hatten, wurde es wettermäßig auch richtig schön, so dass mein sorgfältig recherchiertes Alternativprogramm kaum genutzt wurde und wir vor allem viel am Strand waren. Und wir konnten mit jedem Tag mehr Klamotten ablegen 🙂

 

Linus hat es unabhängig vom Gemecker der Eltern glaube ich von Anfang an gefallen. Er hat stundenlang am Strand im Sand gespielt und gematscht, konnte an der Seebrücke frei rumlaufen ohne das irgendwelche Autos kamen und hat sich auf der Wiese rum- und den Deich runtergerollt. Die Ostsee war ihm praktischerweise zu kalt, daher mussten wir ihn auch nicht ständig vom Wasser fernhalten. Das Wasser mussten wir ihm immer in Gießkannen und Eimern holen, dazu kam er mit beidem in der Hand zu unseren Handtüchern gelaufen, hat uns mit großen blauen Augen angeschaut und so lange mit zunehmender Verzweiflung: „wasseeee“, „wasseeee“ gerufen, bis sich einer von uns erbarmt hat ihm alle Eimer und Kannen wieder aufzufüllen. Mit steigenden Temperaturen haben wir ihm dann ein Loch mit Zugang zum Meer gegraben, in dem er mit dem Wasser und dem nassen Sand nach Herzenslust rummatschen konnte. Wenn er das so ca. 2 Stunden gemacht hat, war auch der Mittagsschlaf kein Problem mehr – meistens haben wir ihn hingelegt und die Augen fielen direkt zu – die gute Ostsee-Luft wirkt da Wunder!

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So ganz nebenbei war ja auch WM, was wir bei der Urlaubsplanung überhaupt nicht berücksichtigt hatten. Nach einigen netten Gemeinschafts-Events zu Hause fanden wir es schon schade, fast die gesamte WM im Urlaub zu erleben. Aber auch da hat sich ein tolle Lösung gefunden. Für die frühen Spiele waren wir am Strand von Brasilien – dem Nachbarort, der zwischen Schönberger Strand und Kalifornien liegt 😉 Dort befand sich das „inoffizielle WM-Studio“ vom ARD Morgenmagazin und ein toller Public Viewing Strand mit Sandspielzeug für die Kiddies und Liegestühlen und Bier für die Eltern. Das war echt toll! Die späten Spiele haben wir in einem Tapas-Laden geschaut, was auch sehr sehr nett war, und bei dem Spiel Deutschland vs. Brasilien, dass ja 7:1 für Deutschland ausging, auch sehr exzessiv, da für jedes deutsche Tor ein Schnaps aufs Haus gereicht wurde…

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An den Tagen, die nicht ganz so warm und sonnig waren, waren wir in Kiel auf der Kieler Woche und Laboe – das Marinedenkmal und das dort ausgestellte U-Boot besichtigen – was auch sehr schön war. Außerdem sind wir mit einer alten Museumseisenbahn von Schönberger Strand (vom Museumsbahnhof) bis nach Schönberg gefahren. In der zweiten Woche war es zwar schön, aber teilweise heftig windig. Daher sind wir ins „Landesinnere“ an den Selenter See gefahren – was wirklich traumhaft war. Ein fast einsamer Badestrand aus Wiese und Sand, ganz klares Wasser und ein toller Ausblick – richtig schön. Hier ist Linus dann auch mal ins Wasser gegangen und hat das erste Mal die Schwimmflügel ausprobiert.

Insgesamt war es also – trotz holprigem Anfang – ein sehr gelungener und schöner Urlaub. Wir haben uns alle gut erholt und auch die Rückfahrt war nicht annähernd so ätzend wie die Hinfahrt, weil wir Freitags abends losgefahren und nach einer Zwischenübernachtung in Göttingen am Samstag morgen weiter gefahren sind, so dass wir Mittags in Darmstadt waren – ohne einen einzigen Stau 🙂

Oh man, erste dicke Verletzung mit 21 Monaten

Heute Abend bin ich fertig mit meinen Nerven. Was für ein Tag. Eigentlich traumhaft schön bei meinen Eltern bei Sonnenschein im Garten, bis auf: Linus der mal wieder auf dem Stuhl rumgeturnt ist, trotz dauernder Ermahnungen und es geschafft hat volle Kanne mit Stuhl umzukippen und mit dem Mund derart auf dem Steinboden aufzuschlagen, dass im das dunkelrote Blut in strömen aus dem Mund lief und er natürlich geschrien hat wie verrückt vor Schmerzen. Natürlich prompt alle in Panik, ich habe das erste Mal (und wahrscheinlich nicht das letzte Mal) wegen Linus den Notruf angerufen und die schöne Atmosphäre war dahin.

Zum Glück hatte der Kleine wohl mal wieder Dusel und nachdem mit viel Kühlung, Wasser ausspülen und viel trösten konnte man sehen, dass er sich wohl „einfach nur“ sehr kräftig in die Lippe gebissen hat, Zunge war noch dran, Zähne scheinen alle noch fest zu sein.

Oh man. Nicht mal zwei Jahre ist der Kleine alt und ich habe mir schon ganz schön viele Sorgen um ihn gemacht. Aber jetzt bin ich für den Moment erstmal froh, dass es wohl entgegen dem ersten Eindruck nichts Schlimmeres war. Toi, toi, toi.

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Ein multilingualer Gagagagageiiii

Wir haben schon länger nichts mehr geschrieben. Vielleicht sind wir ein wenig dadurch entschuldigt, dass die letzen Monate ja schon ganz schön anstrengend waren. Aber jetzt ist es doch mal wieder Zeit ein wenig von Linus Fortschritt zu berichten.

Ich hatte ja bereits in einem früheren Beitrag geschrieben, dass Linus anfängt zu sprechen. Ja, und das entwickelt sich natürlich weiter. Nach den ersten zaghaften Wörtern mit der starken Dominanz von „NEI“ (die leider derzeit wieder herrscht), sind etliche Begriffe dazugekommen.

Vor allem die vielen Tiere die er in seinen diversen Büchern sieht (Linus LIEBT Bücher im Moment): Mau (Maus), Wauwau (Hund), Kuh, Mau (Katze), kann er unterscheiden und benennen (und wenn wir einen „echten“ Hund sehen wird der auch freudig mit „Wauwau“ begrüßt). Auch sein Lieblings-Obst und -gemüse kann er benennen: Namanaaaa (Banane), Appel (Apfel), Gurkeeee! Und natürlich die Familienmitglieder: Mama, Papa, Lio (Linus), Uteee, Opa, Oma, Opa (Opa ist zweimal besetzt, Wilfried ist noch zu schwer – wir habens versucht 😉 und Kathlen – das spricht er irgendwie anders aus, kann ich aber gerade nicht „korrekt“ wiedergeben.

Aber neben einzelnen Wörtern spricht Linus jetzt auch schon richtig nach. Wie ein Papagei (Gagagei) nämlich. Und das nicht nur auf Deutsch sondern wohl auch auf Englisch, wie die bilinguale Erzieherin aus seiner Kita-Gruppe berichtet. Daher begrüßt Linus auch alle freundlich mit einem „Hallo“, verabschiedet sich aber bevorzugt mit „Bye Bye“ 🙂

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