So, großer Mann, nun sind meine drei Monate Auszeit mit dir schon fast vorbei und wenn ich dich morgens nach dem Aufwachen oder beim Abholen aus der Kinderkrippe sehe und du voller Freude juchzend auf mich zugerannt kommst weiß ich, dass diese Zeit unbezahlbar wertvoll war.
Wir haben zusammen viel gespielt, ich habe deine ersten Schritte überhaupt, deinen ersten Geburtstag, deine ersten Schritte ganz alleine, dein erstes Brabbeln, dein aufgeregtes „Hände wedeln“ und „Finger zeigen“ mit erlebt. All das hätte ich sicher nicht so wahr genommen, wenn ich jeden Tag 10 Std. gearbeitet hätte und somit bin ich unheimlich dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, diese drei Monate mit dir zu verbringen – auch wenn es durchaus ganz schön anstrengend war (aber negative Sachen merke ich mir immer nicht so gut…)
In dieser Zeit habe ich u. a. auch deine Eingewöhnung in der Kinderkrippe „Die wilden Hummeln“ der „Telekom / E-Impuls Soziales Management“ in Darmstadt mitgemacht. Ich muss sagen, da hat sich viel getan: Nach einem klaren Programm warst du anfangs nur wenige Stunden dort und ich immer dabei, nach und nach wurde die Zeit gesteigert und nach ersten kürzeren Trennungen warst du dann vormittags ohne mich in der Krippe. Für mich war das in vielen Fällen wahrscheinlich schwieriger als für dich. Nach meiner Verabschiedung morgens hast du oft herzerweichend gemeckert, weil du nicht wolltest, dass ich gehe – während ich noch neben der Tür stand, ohne das du mich gesehen hast. Kurz darauf hast du dich beruhigt und saßt seelenruhig beim Frühstück, als wäre nichts gewesen. Ich wusste ja, dass es dir in der „gelben Gruppe“ der Krippe prima gefällt. Die Erzieherinnen sind sehr nett, geduldig und fürsorglich mit dir, spielen und unternehmen ganz tolle Sachen mit dir und vor allem die anderen Kinder haben bereits nach kurzer Zeit – genauso wie deine Eltern – einen Narren an dir gefressen und wollen sich unbedingt noch alle von dir verabschieden, bevor wir gehen können, wenn ich dich mittags abhole.
Natürlich treibst du von Tag zu Tag auch immer mehr Schabernack, der Su und mich immer wieder auf die Probe stellt – einerseits machst du natürlich am Liebsten Sachen, die wir dir (mit einer möglichst guten Begründung) verboten haben und gleichzeitig zeigt das natürlich, was du schon für ein unglaublich helles Köpfchen hast, so dass wir dir schlecht böse sein können.
Ein paar Beispiele dazu:
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In der Kiste unterwegs
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Ganz alleine Essen
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Hochebene entdecken
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Zeitkarte
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Lieblingsspiel: Magnete

Neue Lieblingsspiele hast du auch:
– Kehren
– Verstecken
– Laterne basteln
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Der erste Besen bei meinen Eltern
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Linus erster eigener Besen
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Kehren ist super!
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Versteckspielen unter Meyers Kachelofen
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Auch zu Hause passt Linus unters Fernsehmöbel
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Laterne basteln für St. Martin
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Erste Gymnastikübung
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Bein hoch!
Im Zoo Karlsruhe waren wir zum Beispiel zusammen, auch wenn dich die Tiere dort nicht besonders interessiert haben:
Eine schöne Mainschifffahrt in Frankfurt haben wir mit dir gemacht:
Ab dem 18.11.2013 heißt es dann für mich wieder ab zur Arbeit und ich weiß, dass ich mich jeden Abend auf dich freuen werde und auch an Tagen, wo ich es nicht schaffe, dich wach zu sehen, werde ich dennoch wissen, wofür ich das Ganze mache.