Nachdem das Fruchtwasser knapp wurde und dann doch wieder prima ist hat unser Nachwuchs nochmal ein paar Tage extra im kuschligen Bauch bekommen – aber dann am Morgen des 17.09. besser ab ca. 2:00 hat er sich dann doch entschlossen, von selbst den Weg in die weite Welt zu suchen.
Und so lief das Ganze ab:
02:00 Susanne weckt Steffen
02:15 Steffen unterschätzt die Lage zuerst und will wieder ins Bett
03:30 Erste Blutungen, jetzt aber ab ins Alice-Hospital in Darmstadt. Nach neuem Zeitrekord für die Strecke und dort angekommen empfängt uns eine ziemlich verschlafene Hebamme. Das kann ja lustig werden mit dem Notdienst von Sonntag auf Montag Nacht
04:00 Fertig im Kreissaal. Jetzt kann’s losgehen – und das tut es auch. Die Schmerzen werden immer stärker. Die Notdienst Hebamme entpuppt sich aber als sehr freundlich und bodenständig und motiviert Su wo es nur geht
04:15 Wegen Beta-Streptokokken bekommt Su das Antibiotikum Amicillin
04:30 Su bekommt eine Infusion mit Glucose (mehr Energie für die Geburt) und eine weitere mit Gelafundin (Volumenwiederherstellung)
Irgendwann dazwischen: Su beißt Steffen auf den Daumen vor Schmerzen und wiederholt immer wieder „Oh mein Gott“
07:30 Su lässt sich eine PDA gegen die Schmerzen legen (der Arzt und sein Assistent sind echte Profis) und bekommt kurz danach eine Ringer-Lactat-Infusion
07:45 Die fehlenden Wehen sind für den Kleinen erstmal ein Schock, daher bekommt Su kurzzeitig einen Wehenhemmer, der auf den Kleinen wirkt, so dass auch er sich erholen kann
08:30 Jetzt ist die Fruchtblase gesprungen und leichte Wehen kommen wieder
09:30 Leichter Wehentropf wird angelegt
10:00 Plötzlich ist der Kopf schon fast draußen und Su presst wie eine Weltmeisterin. Die Hebammen halten tapfer die Beine und Steffen hält Su’s Kopf – Alle zusammen feuern an.
10:42 Linus Nicolas ist auf der Welt mit einem großartigen Abgar Score von 9-10-10 und glücklichen Eltern
Bei Geburt war er 3640 Gramm schwer und 54 cm groß

