Plötzlich Familie!

Die ersten 2 Wochen mit Linus zu Hause liegen nun hinter uns und ich denke so langsam gewöhnen wir uns daran nicht mehr zu zweit, sondern eine kleine Familie zu sein. Der kleine Linus hält uns allerdings ganz schön auf Trab und wir haben auch schon so einige Pannen hinter uns.

Vor allem in Sachen Wickeln kann da ja so allerlei passieren, Windeln können auslaufen, Klein Linus lässt noch mal laufen, wenn er entblättert und bereits gesäubert auf der Wickelkommode liegt oder gerade frisch gewickelt und wieder angezogen geht dann das große Geschäft knatternd in die neue Windel…aber das kennt vermutlich jeder der Kinder hat.

Im Moment ist gerade ganz groß HUNGER angesagt. HUNGER in Großbuchstaben, weil der innerhalb von Sekunden so existenzbedrohend sein kann, dass lautes Wutgebrüll losgelassen wird wenn die Mama mal nicht schnell genug die Brust parat hat oder es mit dem Trinken nicht auf Anhieb klappt. Aber wir sind ja froh das so ein großer Hunger da ist, denn bis jetzt hat der Kleine nicht zugenommen. Das wird sich jetzt hoffentlich durch diese Fressattacken ändern, diese Woche hatte er auf jeden Fall schon mal 300 Gramm mehr als letzte Woche Freitag. Aber vor allem Abends wird der HUNGER dann doch zur Geduldsprobe, da er dann unersättlich zu sein scheint, so dass wir jetzt schon überlegt haben, ob wir abends ein Fläschchen Pre-Nahrung zufüttern, mal sehen, eigentlich möchte ich das vermeiden und würde gerne versuchen weiterhin ausschließlich zu stillen.

Dementsprechend ist in den letzten Tagen auch das Einschlafen abends nicht mehr ganz so leicht wie noch letzte Woche. Aber es klappt immer noch ganz gut und nachts ist auch nur zwei mal stillen notwendig, was noch geht wie ich finde.

Das klingt jetzt alles anstrengend und ist es auch. Beschweren kann man sich ja immer leicht und schnell. Aber kaum in Worte fassen kann man die vielen tollen Momente mit dem eigenen kleinen Sohn. Sei es wenn man den Kleinen auf den Arm hat und er einen hingebungsvoll anschaut oder wenn er friedlich in seinem Bettchen oder im Kinderwagen schläft. Die kleinen Hände, die ständig in Bewegung sind wenn er wach ist und die es auch gar nicht mögen „weggepuckt“, sprich eingewickelt zu werden. Da hört man dann leises meckern und ächzen, bei dem Versuch die Händchen wieder frei zu legen. Und natürlich die Dirigenten-Bewegungen mit denen Erschrecken oder auch Wohlbehagen ausgedrückt werden. Oder die jetzt schon markanten Mehrfach-Nieser, die sich Meyer-seitig vererbt haben und die teilweise mit einem total süßem Seufzer abschließen. Und dieses wohlige Strecken und Räkeln nach dem Stillen, oder überhaupt ist es wirklich süß Linus beim Aufwachen und auch beim Einschlafen – vor allem wenn er sich mühsam gegen den Schlaf wehrt – zu beobachten. Und, und, und…ich könnte sicherlich noch ewig so weitermachen…wenn mein Sohn diese Zeilen mal später lesen sollte, wie es eigentlich vorgesehen ist, wird er sich sicherlich schämen und mich mit einem vorwurfsvollen „Mama, wie peinlich!“ rügen. Aber andere Eltern erzählen irgendwie immer nur von Schlafentzug und Schreiattacken und ich wollte auch mal ein bisschen was von den schönen Seiten festhalten, bevor das im Alltag untergeht oder in ein paar Monaten schon wieder vergessen ist.